13.04.2026 | Studie

Lösungsansätze für die Impact-Quantifizierung

Die Messung von Wirkung entwickelt sich zum zentralen Engpass für die Glaubwürdigkeit und Skalierung von Impact Investing, obwohl das investierte Kapital deutlich wächst, zeigt ein Bericht von Swiss Sustainable Finance. Fehlende Standardisierung, Datenprobleme und methodische Abgrenzungen erschweren demnach die verlässliche Quantifizierung sozialer und ökologischer Ergebnisse und begrenzen damit die Vergleichbarkeit zwischen Strategien. 


Quelle: Swiss Sustainable Finance (SSF)

Vor diesem Hintergrund rückt die Entwicklung praktikabler Lösungsansätze in den Mittelpunkt. Ein zentraler Hebel liegt in der stärkeren Nutzung und Weiterentwicklung etablierter Frameworks wie SDGs, IRIS+ oder PRI, die als Referenzpunkte für eine bessere Vergleichbarkeit dienen, auch wenn viele Investoren weiterhin auf proprietäre Systeme angewiesen sind. Parallel dazu wird der Aufbau strukturierter Datensysteme entlang des gesamten Investmentprozesses als entscheidend hervorgehoben – beginnend in der Due Diligence, über standardisierte Datenerhebung bis hin zu gemeinsamen Datenplattformen und Feedback-Loops mit Portfoliounternehmen.


Quelle: Swiss Sustainable Finance (SSF)

Methodisch setzt der Report auf eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Ansätzen. Reine KPI-Systeme werden als nicht ausreichend betrachtet, weshalb ergänzende Kontextinformationen, Fallstudien und narrative Elemente notwendig sind, um Wirkung nachvollziehbar darzustellen. Insbesondere in börsennotierten Anlagen wird zudem eine klare Trennung zwischen Unternehmenswirkung und Investorenbeitrag empfohlen, ergänzt um kontrafaktische Analysen zur besseren Attribution von Effekten.

In Private Markets zeigen sich konkrete Steuerungsansätze über Governance und aktive Einflussnahme, etwa durch die Verankerung von Impact-KPIs in Kreditverträgen, die Nutzung von Aktionsplänen oder gezielte Anreizmechanismen. Ergänzend kommt Datenanbietern eine zentrale Rolle zu, indem sie durch Standardisierung, Qualitätssicherung und transparente Methodiken zur Übersetzung komplexer Wirkungsdaten in vergleichbare Kennzahlen beitragen.


Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Klima und Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity, Sustainability Fixed Income und Sustainability Multi-Asset. Insgesamt analysiert Absolut|ranking mehr als 16.000 aktive und passive Strategien von 2.000 Asset Managern, aufgeteilt auf 34 Assetklassen und Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen. Individuelle Mandate und Spezialfonds können ebenfalls untersucht werden.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Impact"
zurück