Versicherer lagern zunehmend Teilstrategien an Asset Manager aus
Versicherer sind angesichts niedriger Zinsen, zunehmenden regulatorischen Drucks und abnehmender Margen im Versicherungsgeschäft gezwungen, ihre Investments zur Erzielung höherer Erträge zu optimieren, zeigt eine Studie von Spence Johnson. Für rund 30 % der Assekuranzen stellt die Steigerung der Performance ihrer Investments die Top-Priorität dar. Versicherer setzen bei der Diversifizierung ihres Portfolios über verschiedene Asset- und Ertragsklassen auch auf Nischensegmente, welche nicht durch die Inhouse-Kapazitäten abgedeckt werden können. Als Beispiele hierfür werden u.a. High Yield Bonds, Infrastruktur, Loans und Emerging Market Bonds angeführt. Die Studie erwartet daher eine deutlich zunehmende Nachfrage nach externer Expertise durch Asset Manager. Insgesamt schätzen die Autoren, dass bis 2023 der Anteil fremd verwalteter Versicherungsassets von derzeit 7 auf 10 % steigen wird.
Quelle: Spence Johnson
Die Vorteile des Outsourcings liegen im Zugriff auf Expertenwissen sowie der Steigerung der Research-Kapazitäten, aber auch Kostenreduzierung bzw. die Umstellung von Fix- auf variable Kosten. Negative Auswirkungen können sich ergeben durch verminderte Kontrollmöglichkeiten und mögliche Abhängigkeit von externen Anbietern. Bei der Auswahl externer Asset-Manager achten Versicherer neben der Gebührenstruktur, dem Track Reckord und einem klaren Investitionsprozess auch auf Kenntnisse der versicherungsspezifischen Regulierung und die Qualität des Reportings.
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