07.12.2015 | Märkte

Weltweite Ungleichheit in der Vermögensverteilung nimmt zu

Von Mitte 2014 bis Mitte 2015 haben sich die Vermögen der Haushalte weltweit um 12,4 Billionen US-Dollar verringert, zeigt der Global Wealth Report der Credit Suisse. Grund hierfür war die Aufwertung des US-Dollars gegenüber vielen Lokalwährungen. Mit Ausnahme der USA und China verzeichneten alle Regionen im Beobachtungszeitraum Rückgänge. Werden konstante Wechselkurse angelegt, kehren sich diese Verluste allerdings für alle Regionen in Zuwächse um, so dass global ein Wachstum der Vermögen von 13 Billionen US-Dollar zu beobachten ist. Insgesamt verfügen die Haushalte über Assets im Volumen von 250 Billionen US-Dollar, zeigt die Studie. Mit 37 % entfällt der größte Anteil hiervon auf die USA, gefolgt von Europa mit 30 % und der Region Asien/Pazifik mit 18 %.


Quelle: Credit Suisse

Das mittlere Vermögen beträgt 52.400 US-Dollar, wobei dies wenig überraschend erhebliche Differenzen verdeckt. Die Hälfte der Personen mit den geringsten Vermögen besitzt weniger als 1 %, während dem reichsten Dezil knapp 88 % aller Assets gehören. Damit hat die weltweite Ungleichheit in der Vermögensverteilung einen Rekordwert seit dem Jahr 2000 erreicht. Die wesentliche Ursache dieser Entwicklung sind der Anstieg der Aktienpreise seit 2008 sowie die Zunahme der Finanzassets in den USA und weiteren reichen Staaten.


Quelle: Credit Suisse

Mittelfristig gehen die Autoren davon aus, dass sich das Wachstum der Vermögen wieder beschleunigen wird. Mitte der 2020er Jahre wird ein Gesamtvermögen der Haushalte von 345 Billionen US-Dollar prognostiziert, gegenüber dem aktuellen Niveau ein Anstieg von 38 %.

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