Kritik an deutscher Umsetzung der Klimaschutzziele
Im Rahmen der Agenda 2030 hat die deutsche Bundesregierung Ende Mai ihren Entwurf zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 veröffentlicht. Als Grundlage für das neue Managementkonzept dienen die 17 Sustainable Development Goals, dessen Erfüllung etappenweise bis 2030 und 2050 angedacht ist. Zu den Zielen zählen unter anderem die Armutsbekämpfung, Klimaschutz und Mitigation sowie die Sicherstellung des Zugangs zu bezahlbarer und nachhaltiger Energie.
Als zentrale Nachhaltigkeitsindikatoren für die Ressourcenschonung im Energiesektor legt die Bundesregierung die Energieproduktivität sowie den Primärenergieverbrauch unter Berücksichtigung eines steigenden Bruttoinlandsprodukts fest. Die Energieproduktivität soll bis 2020 um weitere 50 % steigen und der Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 % im Vergleich zu 2008 gesenkt werden. Der Anteil erneuerbarer Energien am (Brutto-)Stromverbrauch soll von den erzielten 33 % in 2015 bis 80 % in 2050 zunehmen. 
Quelle: AGEE-Stat, ZSW, BMWi
Dass diese Ziele im Rahmen des aktuellen EEGs allerdings nicht erreicht werden können, ist das Ergebnis zweier Untersuchungen. Volker Quaschning der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin kommt in einem Forschungspapier zu dem Ergebnis, dass in Deutschland unter aktueller Gesetzgebung regenerative Energien bis 2040 nur ca. 35 % des erforderlichen Bedarfs decken können und bei ausbleibenden ambitionierten Effizienzmaßnahmen sich der Strombedarf verfünffachen wird. Zurückzuführen ist diese Prognose unter anderem auf die 10 Deckel innerhalb des EEGs, die durch den Bundesverband Erneuerbarer Energie identifiziert werden und ein Erreichen der Klimaschutzverpflichtungen deutlich erschweren. Gedeckelt werden der Ausbau und die Energieeinspeisung im Bereich Wind-, Photovoltaik- und Bioenergie.
Quelle: Quaschning 2016
Irena, ein Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien, bietet mit Remap markt- und standortangepasste Maßnahmen für die Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2030 weltweit. Demnach ist der Ausbau erneuerbarer Energien kostengünstig und wirtschaftlich rentabel. Um das Ziel zu erreichen, ist eine Steigerung der jährlichen Investitionen bis 2030 auf 1.300 Mrd. USD notwendig. Die Kosten, die für den Ausbau erneuerbarer Energien anfallen, würden sich durch Einsparungen im Bereich der CO2-Emissionen und externen Einflussfaktoren auf Mensch um Umwelt selbst bei konservativen Schätzungen rentieren, zeigen die Autoren. 
Quelle: Irena
Bis zum 31. Juli 2016 können Stellungnahmen zu dem Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 abgegeben werden.
Das komplette Spektrum nachhaltiger Investments deckt die erstmals im Mai 2016 erschienene Fachpublikation Absolut|impact ab. Hierzu zählen Beiträge zu den Themen Benchmarking von Impact Investments, Performance-Auswirkungen von ESG-Faktoren, Strategien für nachhaltige Immobilieninvestments sowie das regulatorische Umfeld für nachhaltige Investitionen von Fondsgesellschaften. Der Absolut|impact als neue Plattform wird von nun an regelmäßig herausarbeiten, wie institutionelle Investoren eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und die Gesellschaft als Ganzes kombiniert möglich machen können.
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