Investments in Energieinfrastruktur über Yieldcos
Die britische Beratungsgesellschaft Norton Rose Fulbright hat einen Bericht zu den Möglichkeiten für Investitionen in Energieinfrastruktur veröffentlicht. In der Publikation "European Energy Infrastructure Opportunities" geben die Autoren zudem einen umfassenden Überblick zu den Infrastrukturförderungen in der EU.
Für Investitionen in Energieinfrastruktur kommen demnach verschiedene Zugangswege in Betracht. Zunächst gibt es die bekannten Möglichkeiten der Projektfinanzierung über special purpose vehicles sowie der Unternehmensfinanzierung über Corporate Bonds. Da viele institutionelle Investoren auf risikoarme Investments fokussiert sind, eignen sich aber besonders sogenannte Yieldcos als Zugang zu Energieinfrastrukturinvestments. Yieldcos sind Investmentvehikel, die risikoarme Assets einer Mutterfirma übernehmen und ein Vorkaufsrecht auf in der Entwicklung befindliche Projekte der Mutterfirma haben. Investoren können so von den Erträgen fertiggestellter Projekte profitieren, ohne die Risiken während der Entwicklung zu tragen. Die Mutterfirma profitiert von den Kapitalmitteln, die für neue Projekte genutzt werden können. 
Quelle: Norton Rose Fulbright
Zur Fremdkapitalfinanzierung von Energieinfrastrukturinvestments eignen sich insbesondere Private Placements. Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit der Finanzierung über Nordic Bonds. Diese waren ursprünglich zur Finanzierung norwegischer Öl- und Gasprojekte gedacht, eignen sich aber in manchen Fällen auch zur Finanzierung von Energieinfrastruktur. Kennzeichnend sind geringe Dokumentationspflichten, was auch einen deutlich geringeren Aufwand für die Emission mit sich bringt. Damit bieten sie insbesondere den Investoren, die gut mit einem Projekt vertraut sind, eine schnelle Umsetzungsmöglichkeit.
Die Hauptrisiken bei Investments in Energieinfrastruktur sind nicht der Wertverlust der Assets, sondern das Kredit- oder Vorschussrisiko. Die Ausfallrate von Energieinfrastrukturinvestments lag einer Moody’s Studie zufolge bei 4,5 % über den Zeitraum von 1983 bis 2013.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Infrastrukur jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.