DVFA veröffentlicht Positionspapier zu Ethik in Finanzunternehmen
Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) hat Ende September ein Positionspapier zum Thema Ethik in Finanzunternehmen vorgestellt. Das im Jahr 2012 ins Leben gerufene Ethikpanel fordert die Etablierung eines Integritätsmanagements in Unternehmen, um Lücken aufgrund der Dominanz von Compliance-Regelungen zu schließen. Demnach vernachlässige das Compliance-Management die Eigenmotivation der handelnden Investment Professionals, ein gesellschaftlich verantwortliches, integres Handeln zu verfolgen. Diese ist als Gegenstück zu Regulierung und Compliance unerlässlich und muss gefördert werden. Dazu hat das Ethikpanel vier Kardinaltugenden formuliert, an denen Marktteilnehmer ihr Verhalten orientieren sollten: Urteilskraft, Entscheidungsstärke, Besonnenheit und Integrität. Entlang der vier Tugenden richtet das Positionspapier Aufforderungen und Handlungsmaximen an Institutionen und Investment Professionals. 
Quelle: DVFA
Auf Seiten der Institutionen zählt dazu beispielsweise, ein Regime der persönlichen Verantwortung zu etablieren, das unethisches Verhalten verurteilt, auch wenn dieses wirtschaftlich und kurzfristig rationaler erscheint. Ebenfalls sind Institutionen dazu aufgefordert, die Grenzen dessen, was mit quantitativen, objektivierenden Verfahren erfasst werden kann, anzuerkennen - insbesondere in der Risikosteuerung. Investment Professionals werden im Positionspapier beispielsweise dazu aufgefordert, die Interessen, Bedürfnisse und Rechte Dritter anzuerkennen oder die Folgen ihrer eigenen Handlungen auf alle relevanten Anspruchsgruppen so transparent wie möglich zu machen.
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