28.07.2025 | Märkte

DLT und Tokenisierung im Investmentmanagement

Die Tokenisierung realer und finanzieller Vermögenswerte bietet zahlreiche Möglichkeiten für Effizienzgewinne, zeigt eine Analyse des CFA Institute, auch wenn noch regulatorische Hindernisse bestehen. Der Tokenisierungsprozess umfasst typischerweise vier Schritte: die Strukturierung des Basiswerts, die Auswahl von Dienstleistern, die technische Umsetzung (inkl. Smart Contracts) und die Emission der Tokens an Investoren. Besonders im Fokus steht die Tokenisierung von Investmentfonds, wo sich einzelne Funktionen entlang der Wertschöpfungskette – von Vertrieb über Verwaltung bis zur Kundenbetreuung – durch Tokenisierung automatisieren und effizienter gestalten lassen. 

Im Vergleich zu traditionellen Fonds könnten tokenisierte Fonds unter anderem durch reduzierte Intermediärkosten, schnellere Abwicklung und automatisierte Corporate Actions punkten. Tokenisierung könnte auch ETFs ergänzen, etwa durch schnellere Settlement-Zeiten, automatisierte Abläufe und grenzüberschreitenden Marktzugang.



Quelle: CFA Institute


So lassen sich drei zentrale Mehrwerte identifizieren. Erstens ermöglicht die Distributed-Ledger-Technologie eine effizientere Abwicklung von Transaktionen, da alle Beteiligten auf eine gemeinsame, unveränderliche Datenbasis zugreifen können. Dadurch entfallen zahlreiche Intermediäre, was zu schnelleren, kostengünstigeren und fehlerärmeren Prozessen führt. 

Zweitens erhöht die Tokenisierung die Transparenz und Automatisierung regulatorischer Vorgaben. Über sogenannte Smart Contracts lassen sich Compliance-Anforderungen direkt in die Transaktion integrieren, was Echtzeit-Reporting und automatisierte Prüfprozesse ermöglicht. 

Drittens erlaubt die Fractionalization die Aufteilung von Vermögenswerten in kleinere, handelbare Einheiten. So wird der Zugang zu bislang illiquiden Anlageklassen wie Private Equity oder Immobilien auch für kleinere Anlegergruppen erleichtert. Gleichzeitig entsteht Potenzial für mehr Liquidität und transparente Preisfindung auf Sekundärmärkten.



Quelle: CFA Institute


Ergänzt wird der Bericht durch fünf Fallstudien, die zeigen, wie Unternehmen Tokenisierung bereits heute bei Kunstwerken, KMU-Anteilen, Fonds oder Geldmarktprodukten einsetzen.


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