Kapitalmarktinstrumente zur Versicherung von Naturkatastrophen
Die Versicherung von Schäden durch Naturkatastrophen wird zunehmend teurer und komplexer und steht daher im Zentrum der G20-Arbeitsgruppe Sustainable Finance. Der internationale Verband der Versicherungsaufsicht und die Weltbank haben vor diesem Hintergrund konkrete Ansätze erarbeitet, wie diese Versicherungslücke geschlossen werden könnte. Demnach gewinnen parametrische Versicherungen an Bedeutung, bei denen Auszahlungen an objektive Auslösekriterien gekoppelt sind, die so eine schnelle Mittelbereitstellung nach einem Ereignis ermöglichen. Sie eignen sich sowohl für staatliche Katastrophenschutzstrategien als auch für Unternehmen.
Ergänzend dazu bieten Mikroversicherungen kostengünstige Absicherung für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen an, oft in Kombination mit Risikoreduktionsmaßnahmen oder anderen Finanzdienstleistungen. Technologische Innovationen – etwa satellitengestützte Risikomodelle, digitale Schadenserfassung und mobile Zahlungssysteme – verbessern Zugang, Effizienz und Skalierbarkeit.
Ebenen des Risikotransfers

Quelle: IAIS, World Bank
Für die Finanzierung sollte noch stärker der Kapitalmarkt genutzt werden, meinen die Autoren. Instrumente wie Rückversicherung, Katastrophenanleihen und regionale Risikopools werden als zentrale Bausteine genannt, um Risiken breiter zu streuen und Versicherungslösungen in Hochrisikogebieten bezahlbar zu machen. Versicherer spielen dabei nicht nur als Risikoträger, sondern auch als langfristige institutionelle Investoren eine wichtige Rolle. Durch gezielte Investitionen in resiliente Infrastruktur können sie zur Risikominderung beitragen und gleichzeitig ihre Portfolios stabilisieren.
Lösungsansätze

Quelle: IAIS, World Bank
Öffentlich-private Partnerschaften (PPIPs) gelten ebenfalls als wirkungsvoll, wenn es um die Umsetzung dieser Ansätze geht. Erfolgsfaktoren sind eine klare Aufgabenverteilung, geeignete regulatorische Rahmenbedingungen und eine realistische Einschätzung fiskalischer Implikationen. Der Bericht betont zudem die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für den Wissenstransfer und den Kapazitätsaufbau in unterentwickelten Versicherungsmärkten.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Insurance-Linked Securities jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Fixed Income Private Debt & Asset-Backed. Insgesamt analysiert Absolut|ranking mehr als 16.000 aktive und passive Strategien von 2.000 Asset Managern, aufgeteilt auf 36 Assetklassen und Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen. Individuelle Mandate und Spezialfonds können ebenfalls untersucht werden.