Crowding-Effekte bei Faktorstrategien
David Blitz von Robeco Asset Management hat in einem Forschungspapier die aggregierten Faktor-Exposures des US-ETF-Marktes untersucht. Grundlage der Arbeit „Are Exchange-Traded Funds Harvesting Factor Premiums?“ ist ein Datensample von 415 US-amerikanischen ETFs mit einer Historie von mindestens 36 Monaten, davon 103 Smart-Beta-Produkte. Eine erste graphische Veranschaulichung zeigt, dass die Faktorexposures zu Size, Value, Momentum und Low Vola der ETFs breit gestreut um die Nulllinie herum liegen, also keine systematische Verzerrung in eine Richtung erkennbar ist. 
Quelle: Blitz, 2017
Dieser Eindruck wird durch eine anschließende Regressionsanalyse bestätigt. In keinem der vier untersuchten Faktoren besteht ein signifikantes Exposure der ETFs, die einzig signifikante Variable ist das Marktbeta mit einem Wert von 0,97. Anschließend wird das Sample in Smart-Beta- und sonstige ETFs aufgespalten, welche beispielsweise marktbreite Benchmarks und Sektor-ETFs umfassen. Für die Smart-Beta-Gruppe ergibt sich ein positives Exposure zu Size, Value und Low Vola, welches durch das negative Exposure der übrigen ETFs zu diesen Faktoren ausgeglichen wird. Insgesamt schließt der Autor, dass für jeden Faktor ETFs mit positivem und negativem Exposure existieren, die sich insgesamt ausgleichen. Dies spricht gegen die Befürchtung, dass in manchen Faktorstrategien ein Overcrowding stattfindet bzw. die Faktorprämie wegarbitriert wird. 
Quelle: Blitz, 2017
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Smart-Beta- und Factor-Investing-Strategien jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Smart Beta Equity und Smart Beta Fixed Income & Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Vergleichsgruppen.