07.02.2017 | Märkte

Rendite-Risiko-Balance als Bestimmungsfaktor der Anlagepolitik

Das Commonfund Institute argumentiert in einer Mitte des Jahres erschienenen Analyse, dass Risiko nicht länger als ein Ergebnis der Portfoliokonstruktion, sondern als ein wesentlicher Inputfaktor, den es bei der Formulierung der Anlagepolitik zu beachten gilt, angesehen werden sollte. Der vorgestellte Ansatz strebt eine ausgewogene Balance zwischen Rendite und Risiko bei der Formulierung von Anlagepolitiken an. Fiduziare gewinnen dadurch ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge von unterschiedlichen Risikoarten, meinen die Autoren.

Der Ansatz beginnt mit der Identifizierung der relevanten strategischen Risiken. Unter Einsatz von quantitativen Modellierungstechniken werden Szenarien, wie z.B. Portfolioverhalten in Stressphasen, simuliert. In diesem Kontext werden auch Rechts-, Kredit- und Wettbewerbsrisiken evaluiert. Die Autoren verweisen darauf, dass auch Risiken mit geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten, aber bedeutenden Ausmaßen, berücksichtigt werden müssen. Der Prozess der Konstruktion eines Portfolios, das den gewünschten Rendite-Risiko-Eigenschaften entspricht, führt zunächst zu einer Reihe von Beispielportfolios. Im Rahmen einer iterativen Vorgehensweise erfolgt dann eine Anpassung des Rendite-Risiko-Spektrums bis ein Portfolio mit einer für die Institution annehmbaren Balance zwischen Risiko und Rendite übrig bleibt.


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