EY: Empfehlungen zur Klimaberichterstattung
Die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) hat im Juni 2017 Empfehlungen zur unternehmerischen Berichterstattung bezüglich klimabezogener finanzieller Risken veröffentlicht. Ziel dieser Empfehlungen ist, dass materielle Klimafaktoren besser in finanzielle Entscheidungsprozesse eingebunden werden können. EY hat in dem Global Climate Risk Disclosure Barometer die Umsetzung der TCFD-Empfehlungen in 18 Märkten, 11 Schlüsselbranchen und 500 Unternehmen im Berichtszeitraum 2017-18 analysiert. Bewertet wurde einerseits die Abdeckung (Prozentsatz, der vom Unternehmen berücksichtigten TCFD-Empfehlungen) und andererseits die Qualität (Bewertung der Vollständigkeit der Angaben und Abdeckung).
Nahezu alle Sektoren werden in den kommenden Jahren von Klimarisiken betroffen sein. Bisher setzen sich nur wenige Unternehmen mit den Risiken intensiv auseinander. Mit Blick auf die TCFD-Empfehlungen zeigen die Ergebnisse, dass es einen deutlichen Nachholbedarf gibt – sowohl bei der Abdeckung als auch bei der Qualität. 61 % der Unternehmen veröffentlichen entsprechende Informationen, die Qualität der Angaben hat einen durchschnittlichen Score von 31 %. Laut Berichterstattung berücksichtigen die meisten Unternehmen Klimarisiken vor allem in den unternehmerischen Steuerungsstrukturen und -prozessen (Governance) und bei der Veröffentlichung ihrer Treibhausgasemissionen (Metriken und Ziele). Die Berücksichtigung der Klimarisiken im Risikomanagement und der Unternehmensstrategie ist noch relativ selten. Grund ist, dass hierzu tiefergehende Analysen zu den Risiken und Chancen des Klimawandels durchgeführt werden müssen. 
Quelle: EY
In den Sektoren wie Mining und Energy, die sehr stark von einer Transformation bzw. disruptiven Risiken betroffen sein werden, hat der öffentliche Druck bereits dazu geführt, dass die Berichterstattung hinsichtlich Abdeckung und Qualität relativ gute Ergebnisse zeigt. Den besten Score erreichten im Durchschnitt Telekommunikations- und Technologieunternehmen. 
Quelle: EY
Der Bericht zeigt außerdem die Unterschiede zwischen den 18 Märkten und Einzelanalysen pro Sektor auf.
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