Entwicklung von Infrastrukturprojekten in Afrika
Gut funktionierende Infrastruktur ist eine Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Armutsreduktion und damit maßgeblich für die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. Ein Bericht des Programme for Infrastructure Development in Africa (PIDA) stellt daher die Fortschritte von dort initiierten Infrastrukturprojekten vor.
Als fundamentaler Katalysator für regionalen Handel, regionale Integration und Verbindungen zwischen verschiedenen afrikanischen Ländern ist eine entwickelte Infrastruktur integral für das Erreichen der SDGs. Der Trend zur Urbanisierung und eine wachsende Bevölkerung produziert eine anhaltende Nachfrage nach guter Infrastruktur. Dennoch leidet der Kontinent an einem immensen Infrastruktur-Gap, das die Erreichung sozialer und wirtschaftlicher Ziele gefährdet. Die African Development Bank (AfDB) schätzt die Investitionslücke bei Infrastrukturinvestments auf 108 Mrd. US-Dollar.
Das PIDA wurde 2012 als Blaupause für die Entwicklung der kontinentalen Infrastruktur aufgesetzt und definiert Infrastrukturprojekte, die transnational implementiert werden sollen. Ein Großteil der Projekte sind im Transportsektor angesiedelt, einige aber auch im Informations- und Kommunikations- sowie dem Energiesektor. Wasserprojekte machen lediglich 3 % der gesamten Projekte aus. Die meisten Transportprojekte sind in Ostafrika verortet, während die Wasserprojekte vor allem in Westafrika implementiert werden. Knapp die Hälfte der Informations- und Kommunikationsprojekte sind bereits in der operationellen Umsetzung. Hingegen nur 6 % der Energieprojekte, 19% der Transportprojekte und 11% der Wasserprojekte werden bereits operationalisiert.


Quelle: Programme for Infrastructure Development in Africa (2020)
Eine der wichtigsten Initiativen ist das African Integrated High-Speed Railway Network (AIHSRN), die zum Ziel hat, verschiedene große afrikanische Städte durch eine High-Speed Schienentechnologie miteinander zu verbinden.

Quelle: Programme for Infrastructure Development in Africa (2020)
Das AIHSRN plant bis 2023 Studien zu zwei Pilotprojekten und die Erstellung eines Masterplans.
Andere Projekte sind der Trans-Maghreb Highway oder im Energiesektor der Continental Transmission Masterplan.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des PIDA sind verschiedene Initiativen, wie das erst kürzlich ins Leben gerufene African Network for Women in Infrastructure (ANWIn), das Gender-Responsive Infrastructure Development Guidelines (GRID) herausgegeben hat, oder das PIDA Job Creation Toolkit, eine Online-Plattform, die Usern ermöglicht, die Anzahl von geschaffenen Arbeitsplätzen zu schätzen.
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