Prognosekraft von Indikatoren für Bond-Renditen
In dem Forschungspapier „Robust Bond Risk Premia“ untersuchen Michael Bauer von der Federal Reserve und James Hamilton von der University of California at San Diego die Robustheit der in anderen wissenschaftlichen Arbeiten gefundenen Präindikatoren für zukünftige Bond-Renditen und schlagen alternative Testverfahren vor. Eine verbreitete Ansicht ist, dass die aktuelle Zinsstrukturkurve, insbesondere deren Niveau, Steigung und Krümmung (PC 1-3), alle Informationen zur Prognose der künftigen Bond-Renditen enthält (Spanning-Hypothese). Eine Reihe von Arbeiten hat zusätzliche Makro-Variablen identifiziert, die sich für die Prognose der Renditen eignen, darunter BIP-Wachstum, Inflation und Angebotsvolumen von Treasuries. Problematisch ist, dass diese Variablen einerseits mit der Zinsstrukturkurve korreliert sind und andererseits eine hohe Persistenz aufweisen. Dies führt dazu, dass die Spanning-Hypothese irrtümlicherweise zu oft verworfen wird.
Vor diesem Hintergrund schlagen die Autoren alternative, robustere Testverfahren vor, darunter einen Bootstrapping-Ansatz. Basierend auf diesen Verfahren wird gezeigt, dass die Signifikanz der zusätzlichen Rendite-Präindikatoren deutlich geringer ist als in den ursprünglichen Arbeiten berechnet. Weiterhin werden die Variablen über das seit dem Erscheinen der jeweiligen Arbeiten verlängerte Datensample erneut geschätzt. Auch diese Ergebnisse implizieren, dass die vorgeschlagenen zusätzlichen Faktoren wenig Aussagekraft in den neuen Daten aufweisen. Damit schlussfolgern die Autoren, dass die verwendeten konventionellen Methoden für diese Art der Schätzung nicht geeignet sind und die vorgeschlagenen, robusteren Verfahren sinnvoller sind. 
Quelle: Bauer, Hamilton, 2017
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