23.02.2017 | Research

Norwegischer Pensionsfonds analysiert Multi-Asset-Strategien

Die Norges Bank, Asset Manager des norwegischen Staatsfonds, hat in einer Forschungarbeit die Risiko- und Rendite-Profile verschiedener Portfolioallokationen untersucht. Das Datensample umfasst Multi-Asset-Portfolios bestehend aus US-Aktien und –Anleihen im Zeitraum 1961 bis 2016, wobei zwei Subperioden, 1961 bis 1986 und 1986 bis 2016, separat betrachtet werden. Grund hierfür sind stark abweichende Inflationsraten, geldpolitische Entwicklungen und Anleiherenditen. Aktienrendite und -performance haben sich im Zeitverlauf wenig verändert. Anders ist dies bei den Anleihen und Cash, was zu deutlichen Schwankungen der Aktienrisikoprämie im Zeitverlauf geführt hat. Gleiches gilt für die Laufzeitprämie langfristiger Anleihen. Obwohl die Korrelation beider Asset-Klassen langfristig bei 0 liegt, gibt es im deutliche Schwankungen: Bis um die Jahrtausendwende war die Korrelation tendenziell positiv was sich dann umkehrte und vermutlich geldpolitisch begründet werden kann.


Quelle: Norges

Dennoch ist das Verhältnis von Anleihen- zu Aktienvolatilität im Zeitverlauf relativ stabil und liegt bei rund 40 %, so dass Anleihen unabhängig von der Korrelation zu einer Risikoreduzierung des Portfolios beitragen (Buffer-Effekt). Die attraktivsten Risiko-Rendite-Eigenschaften eines Mischportfolios konnten in der Vergangenheit bei einer Aktienquote von 20 bis 40 % erzielt werden.

Abschließend untersuchen die Autoren das Zusammenspiel von Korrelation und Anleihenvolatilität, approximiert durch die Duration. Ist die Korrelation der Asset-Klassen nahe Null, so hat die Duration praktisch keinen Einfluss auf die Portfoliovolatilität. Sobald die Korrelation jedoch signifikant positiv (negativ) wird, steigt (sinkt) die Portfoliovolatilität mit der Duration der Bonds. Schlussfolgerung ist, dass bei positiver oder Nullkorrelation Anleihen mit kurzer Laufzeit bessere Diversifikationseigenschaften aufweisen. Historisch betrachtet hätten Investoren im Zeitraum 1961 bis 1986 die höchste Sharpe Ratio mit einem moderaten Aktienanteil von weniger als 40 % bei möglichst niedrigen Bond-Durationen erzielt. Ab der Jahrtausendwende, im Umfeld negativer Korrelationen, hätte eine Ausweitung der Duration nicht notwendigerweise das Gesamtrisiko des Portfolios erhöht.


Quelle: Norges

Absolut Research hat Anfang Februar die Performance verschiedener Multi-Asset-Strategien in der Absolut|analyse Mischfonds untersucht. Institutionelle Publikumsmischfonds werden außerdem jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Balanced und Multi Asset analysiert. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.

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