10.03.2017 | Märkte

Investoren und Asset Manager fordern Subventionsabbau für fossile Energiegewinnung

Eine Gruppe institutioneller Investoren und Asset Manager mit über 2,8 Billionen US-Dollar Anlagevolumen hat Mitte Februar 2017 die Regierungschefs der G20 dazu aufgerufen, öffentliche Finanzierung fossiler Energiegewinnung abzubauen, Green Investments zu unterstützen und Klimarisiken zu reduzieren. Die G20 werden insbesondere dazu aufgefordert, die Subventionen fossiler Brennstoffe und die staatlichen Investitionen in den Sektor bis zu einer selbst festgesetzten Frist zu beenden. Diese Frist soll auf dem diesjährigen G20-Gipfel in Hamburg von den Staaten offengelegt werden.

Die Positionierung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen seitens der G20 ist ein zentraler Wegbereiter in Richtung einer emissionsarmen Wirtschaftsstruktur. Denn die noch bestehenden Subventionen und öffentliche Finanzierungen vergrößern die Risiken von Stranded Assets, erschweren einen fairen Wettbewerb zwischen dem Fossil-Fuel-Sektor und den für den Klimaschutz wichtigen Sektoren und verzerren die Kohlenstoff-Preissignale.

Die Unterzeichner fordern von den G20 daher konkret:
- die Erstellung eines Zeitplans über die Aufhebung der Subventionen für fossile Brennstoffe bis 2020, angefangen bei Erschließungen fossiler Brennstoffe und Kohleförderung
- die Erstellung eines Zeitplans für die Beendigung inländischer und internationaler öffentlicher Finanzierungen im Segment der Öl-, Gas- und Kohleproduktion bis 2020
- Peer-Reviews jedes G20-Staats bis 2018

Zu den Unterzeichnern der Stellungnahme zählen unter anderem die Bayerische Versorgungskammer (BVK), zahlreiche britische Pensionseinrichtungen sowie die Asset Manager Aviva Investors, La Francaise und Legal & General.

Eine Initiatorengruppe um das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) appelliert ebenfalls an die G20. In einem offenen Brief werden der Bundesfinanzminister und Bundesbankpräsidenten aufgefordert, konkrete Maßnahmen für eine an den Nachhaltigkeitszielen der UN ausgerichteten Finanzwirtschaft zu entwickeln.


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