09.03.2017 | Studie

Globale Trends in Versicherungsunternehmen

EY hat eine globale Studie unter Finanzvorständen in Versicherungsunternehmen durchgeführt. Der Ende Februar 2017 veröffentlichte Bericht befasst sich mit zukünftigen Prioritäten, operativen Plänen, technologischen Herausforderungen und Effizienzverbesserungen.

Für einen Umbruch unter den europäischen Teilnehmern sorgen die Sovlency-II-Anforderungen und das niedrige Zinsumfeld. 54 % planen ihre strategische Asset-Allokation anzupassen, für jeden fünften ist es die oberste Priorität im Capital Management. Versicherer reagieren demnach mit einer Ausweitung des Anlagehorizonts und beschäftigen sich mit neuen Asset-Klassen. 39 % ziehen wiederum die Anpassung der Kapitalstruktur des Konzerns in Betracht, indem zum Beispiel Kapital über Qualifying Debt aufgenommen wird.


Quelle: EY

Auf globaler Ebene ist für 74 % der Befragten am wichtigsten, dass sie durch schnellere, relevante und integrierte Finanzanalysen bessere Einblicke gewinnen und die Entscheidungsfindung optimiert wird. Die zweithöchste Bedeutung messen CFOs der Anpassung der Daten und Prozesse in den Bereichen Finanzen, Risiken und Versicherungswesen (48 %) bei. Dahinter folgen Effizienzsteigerungen und Reorganisation der Unternehmensstrukturen (47 %), schnelleres und sicheres Reporting (41 %) sowie die Umsetzung von regulatorischen Vorgaben (33 %).


Quelle: EY

Um bessere Einblicke in die Unternehmensentwicklung zu gewinnen, erfolgt vonseiten der Versicherer eine stärkere Einbindung der Bereiche Controlling, Reporting und Finanzplanung und -analyse. Aktuell beklagen noch 51 % der CFOs, dass Daten, Prozesse und Methoden nicht hinreichend integriert sind. Die Einführung einer Plattform, mit der viele verschiedene Anwendungen unterschiedlicher Unternehmensbereiche gemanagt werden können, stellt dementsprechend eine zentrale Herausforderung dar.

Außerdem wird das Ziel verfolgt, ein Finance Operating Model zu implementieren, das bis 2020 entsprechend den strategischen Schwerpunkten ausgestaltet werden soll. Hierbei steht an erster Stelle die Verbesserung der Datenqualität (67 %) und die Nutzung technologischer Möglichkeiten (65 %). Ein weiterer wichtiger Punkt ist die darauf abgestimmte Weiterbildung der Angestellten (62 %) und die Anpassung der bisherigen Finanzprozesse (54 %). Die ersten Versicherer haben bereits mit Umstrukturierungen begonnen.


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