Europäische Immobilieninvestoren werden selektiver
Universal-Investment hat institutionelle Investoren in einer Studie zu ihren Immobilienanlagen befragt. Demnach hat der deutsche Immobilienmarkt bei den Befragten als Investitionsschwerpunkt für Neuanlagen an Bedeutung gewonnen und ist von ca. 47 % im Vorjahr auf 70 % angestiegen. Dagegen ist das Interesse am nordamerikanischen Markt auf 1 % gesunken. Allerdings werden die Preise sowohl in Europa als auch in Deutschland von der Mehrheit als sehr hoch eingeschätzt. Während das Preisniveau in Europa aber noch als akzeptabel bewertet wird, gilt es in Nordamerika eher als überteuert. So wird den Risiken durch Zins- und Konjunkturveränderungen sowie aktuellen politischen Entwicklungen nicht ausreichend Rechnung getragen.
Quelle: Universal-Investment
Während das Interesse an Wohn- und Logistikimmobilien zum Vorjahr konstant geblieben ist, planen Investoren ihr Exposure bei Büroimmobilien deutlich auszuweiten. Dies erfolgt meist zulasten von Hotel- und Einzelhandelsimmobilien. Zurückgeführt wird der Rückzug aus dem Hotelsegment auf die gestiegene Sorge einer Immobilienblase. Das Bürosegment wird von 80 % als deutlich sicherer eingeschätzt.
Quelle: Universal-Investment
Erwartet wird ein laufender Cashflow von 3,96 % (Vorjahr: 4 %) und eine Gesamtrendite von 5,25 % (Vorjahr: 4,72 %). Hinsichtlich der Risikoklassen überwiegen Core-Immobilien (70 %), gefolgt von Core Plus (27 %). Value-add-Immobilien spielen eine nur untergeordnete Rolle (3,1 %). Das bevorzugte Anlagevehikel ist wiederum der offene Immobilienspezialfonds nach deutschem Recht, gefolgt vom Luxemburger Pendant.
Das komplette Spektrum von Infrastruktur und Immobilien deckt der im September 2017 erschienene Absolut|spezial Real Assets ab. Diese Sonderpublikation enthält u.a. Beiträge zu Spezial-Immobilienfonds, Investments in Energieinfrastruktur, Bewertung von Infrastrukturinvestments sowie rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.