Einfluss von Liquidität auf historische und implizite Volatilität
In einem Mitte 2016 erschienenen Working Paper zeigen Stefan Kanne, Olaf Korn und Marliese Uhrig-Homburg, dass die Illiquidität von Underlyings mit der Option Expensiveness und den Optionsrenditen zusammenhängt. Die Option Expensiveness ist definiert als die Differenz zwischen einem Schätzwert für die Volatilität eines Wertpapieres aus historischen Kursen und der impliziten Volatilität.
Im ersten Teil der Analyse erfolgt monatlich eine zweidimensionale Sortierung der Calls und Puts des Datensamples in Quintile anhand der Amihud-Maßzahl für Illiquidität und der Option Expensiveness (HV-IV). Die Ergebnisse zeigen, dass die Volatilität der Option Expensiveness mit zunehmender Wertpapierilliquidität ansteigt. Die mittlere Option Expensiveness unterscheidet sich nicht signifikant innerhalb der Amihud-Quintile.
Quelle: Kanne, Korn, Uhrig-Homburg (2016)
Der zweite Teil der Untersuchung beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Wertpapierilliquidität und den Renditen einer Straddle- und einer Delta-Hedged-Call-Optionsstrategie. Dafür werden die Call-Put-Paare, wie im ersten Teil der Analyse, nach Option Expensiveness und Wertpapierilliquidität sortiert. Basierend auf dieser Sortierung werden monatlich die mittleren Renditen der Optionspreisstrategien berechnet. Die Straddle-Renditen des obersten Cost-Expensiveness-Quintil steigen mit zunehmender Illiquidität, während die Renditen im untersten Quintil mit zunehmender Illiquidität abnehmen. Ein ähnliches Muster kann für die Delta-Hedged-Call-Strategie beobachtet werden. 
Quelle: Kanne, Korn, Uhrig-Homburg (2016)
Insgesamt schlussfolgern die Autoren, dass Wertpapierilliquidität ein wichtiger Faktor zu Erklärung des Unterschieds zwischen historischer und impliziter Volatilität ist.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.