Zukünftige Risiken für die Versicherungsbranche
Swiss Re hat in einer aktuellen Studie mögliche zukünftige Risiken für die Versicherungsbranche untersucht. Zu den Themen, die ein hohes Schadenspotential nach sich ziehen, zählen beispielsweise die Sicherheit im Cloud-Computing oder zunehmende Sterberaten durch Luftverschmutzung. Angesichts der strikteren Geldpolitik der Federal Reserve bestehe zudem das Risiko einer Krise in den Emerging Markets - vor allem in den Staaten, die sowohl hohe Staats- als auch Handelsbilanzdefizite aufweisen - die auch auf die Industriestaaten übergreifen könne, wodurch die Renditeziele gefährdet würden.
Quelle: Swiss Re
Ein weiteres Finanzrisiko stellt eine durch die Eurokrise induzierte Deflation dar, welche die Assets der Versicherungen negativ beeinflussen kann. Daneben bestehen Unsicherheiten, die von kurzfristig ausgelegten makroökonomischen Politikmaßnahmen ausgehen, beispielsweise einer Finanztransaktionssteuer. Risiken mit mittlerem Auswirkungspotential bestehen einerseits auf der regulatorischen Seite durch zunehmenden Verbraucherschutz (z.B. verpflichtende Unisex-Tarife) oder "One-Size-Fits-All"-Regulierung der Versicherungsbranche.
Quelle: Swiss Re
Andere Risiken, die die Swiss Re aufführt, sind Sezessionsgefahren in Europa, ökonomische Auswirkungen einer Verringerung der Kautschukernte durch eine Krankheit der Bäume oder die Verseuchung von Wasser und landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zu den Risiken mit potentiell geringen oder weit in der Zukunft liegenden Auswirkungen zählen unter anderem die Verwertung von Methanhydrat als Energiequelle oder ein Kollaps des Ökosystems im Ozean durch Verschmutzung, Überfischung und Übersäuerung.