29.08.2016 | Märkte

Zins- und Inflationsentwicklung treibt Gold-Investments

Der Goldpreis ist im ersten Halbjahr 2016 um 25 % angestiegen und hat damit die zweithöchste Halbjahresrendite seit Anfang der 1990er Jahre erzielt. Hohe Unsicherheiten aufgrund geldpolitischer Entscheidungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan sowie der Ausgang des EU-Referendums in Großbritannien waren für diese Entwicklung ausschlaggebend, erklärt die UBS in einem Researchpapier. Profitiert haben demnach insbesondere Gold-ETPs, die wiederum für rund 30 % der Weltnachfrage verantwortlich waren. Insgesamt wurden 330 Tonnen im ersten Quartal durch ETFs nachgefragt - annähernd ein Rekordwert nachdem die vergangenen 8 Quartale im Durchschnitt je 35 Tonnen Gold aus ETPs abflossen.


Quelle: UBS

Die Erwartung negativer Realzinsen in den USA sowie weitere geldpolitische Lockerungen in Europa und Japan, haben den Goldpreis demzufolge beflügelt. Gleichzeitig stieg die Volatilität an Aktien- und Kreditmärkten. In diesem Zusammenhang hebt die UBS hervor, dass Goldinvestments in vergangenen Phasen anhaltender Aktienmarktverluste ihre Funktion als Hedge stets erfüllt haben. Zwar ist auch die Goldpreisentwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten volatiler geworden, dennoch wiesen die Preisbewegungen ein inverses Verhältnis zum US-Aktienmarkt auf und konnten damit zur Diversifikation beitragen. Eine Allokation von 10 bis 40 Prozent in Gold, verbesserten demnach in den letzten 10, 20 und 40 Jahren Rendite und Risiko eines Investments in den S&P 500.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Gold jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

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