Zero-Emission-Technologies notwendig für Klimaziele
Um die Klimaschutzmaßnahmen in der EU zu beschleunigen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft sicherzustellen, hat die Europäische Kommission vor drei Jahren eine Expertengruppe um Prof. Dr. Schellnhuber, Direktor Emeritus des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ins Leben gerufen. Ziel des sog. High-Level Panel on Decarbonization Pathways war es, Pfade zur Dekarbonisierung zu erkunden. Ende 2018 wurde der Abschlussbericht veröffentlicht.
Das Panel kommt zu dem Ergebnis, dass die bisherigen emissionsarmen Lösungsansätze nur begrenzt zur Erfüllung des Pariser Klimaabkommens beitragen. Investiert werden muss dringend in Forschung und Innovation hinsichtlich kohlenstofffreier Technologien und emissionsneutraler Lebensstile. Im Fokus stehen also Maßnahmen, die zu Netto null Emissionen bis 2050 führen. Technologien, die Emissionen von Treibhausgasen lediglich reduzieren, aber nicht beseitigen, sollten höchstens für den Übergang eingesetzt werden. Aufgrund des geringen CO2-Budgets, das noch zur Verfügung steht, müssen sie allerdings sehr zeitnah durch emissionsneutrale Technologien ersetzt werden.
Vorgeschlagen wird auch die Gründung von groß angelegten, integrativen Vorzeigeregionen, sog. Transition Super-Labs (TSL). Hierdurch soll ein effektiver und gerechter Übergang regionaler Volkswirtschaften von fossilen zu sauberen Unternehmen aufgezeigt werden. Angesprochen sind insbesondere solche Regionen, die stark vom Kohlebergbau, industrieller Landwirtschaft oder der herkömmlichen Logistik abhängig sind. Als Modellregionen könnten sie zeigen, wie eine Transformation in Richtung sauberer Technologien zu schaffen ist und gleichzeitig die Rolle eines Spitzenreiters eingenommen werden kann.
In dem Bericht werden unter anderem Empfehlungen für die Sektoren Energie, Transport, Landwirtschaft und für Städte ausgesprochen und ausführlich begründet.
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