27.02.2019 | Studie

Steigende Nachfrage nach Smart-Beta- und Active-ETFs

Eine Umfrage von Brown Brothers Harriman verdeutlicht die Entwicklungen im weiterhin stark wachsenden ETF-Markt. Dominierend ist dabei der US-Markt, der mit 3,6 Billionen US-Dollar 70% des weltweiten Volumens ausmacht.

Die Studie unter 300 institutionellen Anlegern, Beratern und Fondsmanagern zeigt, dass weiterhin der Kostenfaktor maßgeblich für den Einsatz von ETF-Strategien ist, aber zunehmend auch die historische Performance und das Emittentenrisiko eine entscheidende Rolle spielen. Weniger wichtig ist die Fondsgröße, da mehr als 40% der Anleger auch jüngere und damit i.d.R. kleinere Fonds kaufen würden.

Bei den bevorzugten Strategien gibt es Unterschiede zwischen den Regionen. Generell gilt: Je reifer der Markt, desto weniger wird eine Core-Index-Strategie nachgefragt. In den USA liegen Active, gefolgt von ESG und Smart Beta vorne, in Europa Active, gefolgt von Smart Beta und Core Index. In dem stark wachsenden Markt China sind die bestplatzierten Strategien Smart Beta, Core Index und ESG.


Quelle: BBH

Die Zunahme von Smart-Beta- und Active-Strategien ist auffallend und wird dadurch erklärt, dass Anleger einige Vorteile des traditionellen aktiven Asset Managements nachfragen, dies aber zu geringeren Kosten. Fast 30% der Befragten gaben an, aktiv gemanagte Produkte durch entsprechende ETFs ersetzt zu haben, wobei hier als Beweggründe weniger die Suche nach Alpha als vielmehr Risikoüberlegungen und die Absicherung gegen gestiegene Volatilität ausschlaggebend sind.


Quelle: BBH

Für europäische Investoren erwarten die Autoren, dass MIFID II die steigende ETF-Nachfrage fördern wird, da unter anderem mehr Transparenz bezüglich Provisionen von Finanzberatern geschaffen wird. Hinzu kommt, dass die nach OGAW regulierten ETFs das Interesse ausländischer Investoren anziehen könnten. Sie bieten zusätzliche Flexibilität, Schutz und Vertrauen.


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