22.08.2011 | Märkte

Zahl der Firmeninsolvenzen weiterhin über Vorkrisenniveau

Der vom Kreditversicherer Euler Hermes berechnete Globale Insolvenzindex zeigt sich nach zwei Jahren mit Insolvenzhöchstständen für das Jahr 2010 etwas freundlicher. Nach einem Anstieg um 64 % zwischen 2007 und 2009, zeigt eine Analyse vom Juni dieses Jahres einen Rückgang des Index um 5% im vergangenen Jahr. Die Erholung der Weltwirtschaft schlägt sich regional allerdings unterschiedlich in den Firmeninsolvenzen nieder. Die Asien-Pazifik-Region und Amerika verzeichnen mit 12 % und 8 % die deutlichsten Rückgänge. In Europa dagegen stieg die Zahl der Insolvenzen in Griechenland, Italien und Portugal. Deutschland und Frankreich verbuchen eine kleine Verbesserung um 2 %.


Quelle: Euler Hermes (2011)

Insgesamt reichen die Rückgänge nicht aus, um die Verluste der Krise wettzumachen.  Der Index liegt noch immer deutlich über dem Vorkrisenniveau. Für die Berechnung des Index wird die zeitliche Insolvenzentwicklung betrachtet. Für jedes Land wurde ein Insolvenzindex auf der Grundlage 100 im Jahr 2000 berechnet. Anschließend wurde der Globale Insolvenzindex als gewichtete Summe der nationalen Messzahlen ermittelt. Als Gewicht dienen die jeweiligen nationalen BIP-Anteile zu aktuellen Wechselkursen. Die in der Studie betrachteten Länder stellen mehr als 85% des globalen BIP.

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