08.12.2014 | Märkte

Wohnimmobilien stärkstes Segment im europäischen Real-Estate-Markt

Im letzten Jahrzehnt waren Wohnimmobilien in Europa das Immobiliensegment mit der besten Performance, zeigt eine Marktanalyse von IPD im Auftrag von Catella Research. Von 2004 bis 2013 erzielten Wohnimmobilien einen Total Return von 6,6 Prozent p.a., die gleiche Rendite wie auch der Retail-Sektor, allerdings bei deutlich geringerer Volatilität. Während der Finanzkrise 2008/09 waren Residentials die einzige Immobilienklasse, die Verluste vollständig vermeiden konnten. Die Rendite teilt sich in relativ geringe laufende Erträge von 4,1 Prozent und vergleichsweise hohe Wertsteigerungen von 2,4 Prozent.


Quelle: IPD

In Großbritannien entwickelte sich der Markt über einen Zeitraum von 15 Jahren  mit einer annualisierten Performance von 11,7 Prozent am stärksten, gefolgt von Schweden, Dänemark und Frankreich. In der Finanzkrise erwiesen sich diese Regionen jedoch als vergleichsweise anfällig: So verloren Investoren mit Wohnimmobilien in Großbritannien im Krisenjahr 2008 rund 13 Prozent. Dem gegenüber stehen die stabileren Regionen Deutschland und Finnland, die von der Finanzkrise kaum betroffen waren, im Mittel jedoch nur eine Performance von 5,2 bzw. 8,6 Prozent erzielten. Die unterschiedliche Entwicklung eröffnet Investoren Diversifikationspotenziale. Zwar sind einige Märkte, etwa Großbritannien und Schweden, hoch positiv korreliert (0,82), andere wie Deutschland und Dänemark dagegen negativ (-0,42).


Quelle: IPD

Sowohl kurz- als auch langfristig stellen Wohnimmobilien in Deutschland das stärkste Immobilien-Subsegment dar. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Sektor eine Performance von 8,3 Prozent, der zweithöchste Wert Europas. Grund für die gute Entwicklung ist die solide konjunkturelle Lage, was sich in positiven Arbeitsmarktkennzahlen niederschlägt. Gleichzeitig neigten die Immobilienmärkte auch vor der Finanzkrise nicht zu Übertreibungen und die Nachfrage konzentriert sich nicht nur auf einige Top-Lagen in den Großstädten, sondern erstreckt sich auch auf kleinere Städte. Gerade B- und C-Lagen haben sich über die vergangenen 15 Jahre stetig verbessert.

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