08.12.2014 | Studie

Pessimistische Aussichten für Rohstoffpreise

Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers hat in der jährlich erscheinenden Studie zu Rohstoffen die Märkte für Gold, Silber und Kupfer analysiert, wozu weltweit Minenunternehmen befragt wurden. Nachdem der Goldpreis seit seinem Hochpunkt im Jahr 2011 von 1.700 US-Dollar je Unze um ein Drittel eingebrochen ist, sind die Förderunternehmen für die kommenden zwölf Monate weiterhin pessimistisch. 60 % der Befragten rechnen mit einem weiteren Rückgang, nur jeweils 20 % mit gleichbleibenden oder steigenden Notierungen. Gegenüber beiden Vorjahren stellt dies eine massive Verschlechterung des Sentiments dar. Im Schnitt wird mit einem langfristigen Preis des Edelmetalls von 1.284 US-Dollar kalkuliert. Auf der Kostenseite haben viele Förderunternehmen mit Kostensenkungen auf die Preisrückgänge reagiert. Dies wird nach Ansicht der Unternehmen weiterhin im Fokus stehen. So gehen 48 % von weiter fallenden Kosten über das kommende Jahr aus, 39 % vermuten gleichbleibende Kosten.


Quelle: pwc

Im Vergleich zu Gold sind die Kursrückgänge bei Silber noch erheblicher. Seit 2011 ist der Preis um rund 60 % eingebrochen und oszillierte 2014 bei hoher Volatilität zwischen 16 und 20 US-Dollar. Die Erwartungen der Produzenten sind aber besser als bei Gold. So gehen jeweils etwa ein Drittel der Befragten von steigenden, gleichbleibenden bzw. sinkenden Notierungen aus. Dabei wird mit Preisniveaus von rund 20 US-Dollar geplant, gleiches gilt für die Bewertung der Reserven. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Kupfer wird sich im kommenden Jahr weiter verschlechtern, so der Tenor der Minenunternehmen. Wie bei Gold gehen 60 % der Befragten von weiteren Preisrückgängen aus, nur je 20 % blicken optimistisch in die Zukunft oder rechnen zumindest mit keiner weiteren Verschlechterung.


Quelle: pwc

Das Management der Rohstoffunternehmen legt im kommenden Jahr den Fokus weiterhin auf Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Gut die Hälfte der Unternehmen wird keine neuen Mittel über den Kapitalmarkt finanzieren müssen, 20 % planen Kapitalerhöhungen.

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