Anlagechancen in deutscher Infrastruktur
Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln hat in einer umfassenden Analyse den Zustand und die Entwicklung des deutschen Infrastrukturnetzes untersucht. Im Fokus dieser Arbeit stehen neben dem Straßenverkehr auch die Breitbandinfrastruktur und der Stromnetzausbau im Zuge der Energiewende. Dem deutschen Straßennetz wird kein gutes Zeugnis ausgestellt, während sowohl absolut als auch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt die staatlichen Investitionen in Ausbau und Erhaltung massiv zurückgefahren wurden. So sank der Anteil der staatlichen Bauinvestitionen am BIP seit Anfang der 1970er Jahre von 4,2 % auf 1,2 % im Jahr 2013. Zwar könnten die notwendigen Mittel von mindestens 40 Mrd. Euro für Investitionen über die nächste Dekade auch ohne Einnahmeerhöhungen problemlos über den öffentlichen Haushalt finanziert werden, doch ist dies eine Frage politischer Prioritäten. 
Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft
Anders sieht es im Bereich der Breitband-Infrastruktur aus. Im Wesentlichen geht es hier um die Ergänzung bestehender Netze und deren weiteren Ausbau durch die Implementierung neuer Technologien. Ja nach verwendeter Technologie reichen die kalkulierten Kosten von 20 bis 90 Mrd. Euro, im Mittel rund 40 Mrd. Euro über die kommenden zehn Jahre. In einer ähnlichen Größenordnung liegen auch die Kosten, die durch die Energiewende für den Ausbau des Stromnetzes anfallen werden. Beides soll durch die Nutzer finanziert werden. Zwar wird in der Studie nicht explizit darauf eingegangen, doch wird deutlich, dass an der Finanzierung auch private Investoren beteiligt sein können - insbesondere im Verkehrsbereich, wo es an politischem Willen mangelt, die vorhandenen Einnahmen zweckgebunden einzusetzen. Institutionelle Investoren können hierbei von einem Investment in Listed Infrastructure profitieren.
Absolut Research analysiert jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking in der Kategorie Listed Alternatives die besten Asset Manager von Listed-Infrastructure-Fonds. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 22 Sub-Kategorien mit 80 Asset-Klassen.