Weltweite Private-Equity-Entwicklung, 4. Quartal 2008
Das Private Equity Journal "unquote" veröffentlichte Ende Januar die Ausgabe des Private Equity Barometers für das 4. Quartal 2008. Demnach fiel das Gesamtvolumen europäischer Private-Equity-Transaktionen im 4. Quartal auf 8 Mrd. Euro. Dies ist ein Rückgang von 59% gegenüber dem 3. Quartal. Das Gesamtergebnis für 2008 beläuft sich auf 87 Mrd. Euro verglichen mit 198 Mrd. Euro in 2007. Dabei ging die Anzahl der Transaktionen lediglich um 14% auf 1.404 zurück.
Hauptgrund für das zurück gegangene Volumen ist ein Einbruch bei den Buyout-Transaktionen. Aufgrund der Finanzkrise können Buyouts mit hohem Fremdkapitaleinsatz derzeit nicht durchgeführt werden. Im Vergleich zum 3. Quartal gingen europäische Buyouts daher um 61% auf 7 Mrd. Euro zurück. Die Anzahl der Transaktionen sank um 55% auf 75. Für das gesamte Jahr 2008 ergibt sich damit ein Buyoutvolumen i. H. v. 73 Mrd. Euro, ein Rückgang um 61% verglichen mit den 175 Mrd. Euro aus 2007.
Growth-Capital-Transaktionen und Early-Stage-Finanzierungen lieferten auf Jahressicht trotz der Finanzkrise stabile Zahlen. Bei den Growth Capital Deals stieg das Volumen um 7% auf 12 Mrd. Euro, die Zahl der Transaktionen sank von 502 auf 445. Early-Stage-Finanzierungen fanden in Höhe von 1,6 Mrd. Euro statt, verglichen mit 1,7 Mrd. im Vorjahr. Die Zahl der Transaktionen stieg um 66 auf 381. Damit zeigt sich deutlich die Heterogenität im Private-Equity-Sektor. Kleinere Frühphasenfinanzierungen konnten sich von der rückläufigen Entwicklung großer Deals abkoppeln. Zentrum der Venture-Capital-Aktivitäten waren Deutschland und Großbritannien.