Weltkonjunktur stützt Kapitalmarktentwicklung
State Street untersucht in einer aktuellen Marktanalyse die erwarteten makroökonomischen Entwicklungen für die kommenden zwölf Monate. Im laufenden Jahr dürfte sich die konjunkturelle Entwicklung weiter stabilisieren. Vor allem in den USA wird mit einer Verbesserung des Umfeldes gerechnet. Dennoch sehen die Autoren im Equity-Segment großes Potenzial für Kontinentaleuropa, wobei angesichts der unterschiedlichen geldpolitischen Entwicklungen von einer erhöhten Volatilität ausgegangen wird. Zwar haben Großbritannien und die USA im Gegensatz zur Eurozone und Japan eine restriktivere Geldpolitik angekündigt, jedoch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, was die Aktienpreise vermutlich nicht wesentlich beeinflusst wird. 
Quelle: State Street
Geopolitische Risiken haben nach Ansicht der Autoren keine längerfristigen Auswirkungen auf die Portfolioentwicklung. In den vergangenen 50 Jahren war lediglich einer der Drawdowns von mehr als 20 %, dessen Auswirkungen länger als ein Jahr anhielten, durch geopolitische Risiken ausgelöst. Kurzfristige Effekte können nichtsdestotrotz bestehen, so dass Investoren, die diese nicht tragen können, entsprechende Absicherungsstrategien ergreifen sollten. 
Quelle: State Street
Die Emerging Markets werden 2015 stark von Reformen geprägt sein. Ein Beispiel hierfür ist die Öffnung der chinesischen Kapitalmärkte für ausländische Investoren. Auf der anderen Seite ist insbesondere die private Verschuldung deutlich angestiegen, was Risiken durch das dortige System der Schattenbanken mit sich bringt. Auch in Indien und Indonesien hat die Politik weitreichende Reformen angekündigt. Das unterschiedliche Reformtempo in den verschiedenen Ländern sorgt für eine Abnahme der Cross-County-Korrelationen. Investoren können von diesen Entwicklungen durch aktive Small-Cap-Strategien profitieren.