Geringeres Wachstum im Private-Equity-Markt erwartet
Eine aktuelle Umfrage von Roland Berger unter 820 Experten von Private-Equity-Unternehmen aus Europa zeigt, dass die Erwartungen für das Jahr 2015 nicht so optimistisch sind, wie noch im Jahr 2014. Hauptgründe für das Wachstum 2014 waren die Verfügbarkeit von Investmentzielen, die makroökonomische Situation sowie die Preise. Diese Faktoren werden den Erwartungen zufolge auch 2015 eine entscheidende Rolle spielen, insgesamt wird das Wachstum des Private-Equity-Markts aber nicht das hohe Niveau von 2014 erreichen. Zwar rechnen zwei Drittel der Befragten mit einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, doch es wird davon ausgegangen, dass die Wachstumsrate in allen Ländern außer Griechenland sinken wird. Das höchste Wachstum wird für Großbritannien mit 2 % erwartet. Deutschland ist mit einer erwarteten Wachstumsrate von 1,4 % vom ersten auf den vierten Platz abgerutscht.

Quelle: Roland Berger
Das aktivste Private-Equity-Feld wird auch 2015 weiterhin das Pharma- und Gesundheitswesen sein, gefolgt vom Konsumgütersegment und dem Technologie- und Medienbereich. Für die Automobilbranche werden eher geringe Transaktionszahlen vorhergesagt. Der Großteil der Transaktionen wird 2015 unter 250 Mio. Euro liegen. Dies deckt sich mit der Erwartung der letzten Jahre.
Quelle: Roland Berger
Für das Jahr 2015 erwarten nur 44 % der Befragten, dass die Investmentziele attraktiver werden als im Vorjahr. Fast zwei Drittel sind der Meinung, dass das Private-Equity-Geschäftsmodell angepasst werden muss, um weiterhin erfolgreich zu sein. Aktives Portfolio Management und strategische sowie operationelle Entscheidungen werden zukünftig die Performancetreiber sein; 95 % sind überzeugt, dass passive Ansätze nicht funktionieren. M&As durch strategische oder Private-Equity Investoren werden auch weiterhin die wichtigste Exit-Strategie bleiben, während die Bedeutung von IPOs zum Vorjahr abnehmen wird.