EY: Weiterentwicklung in der ETF-Branche
Mittels einer Umfrage unter 80 Anbietern, Investoren, Market Makern und Serviceanbietern weltweit hat das Beratungsunternehmen EY die Entwicklungen und Einschätzungen der globalen ETF-Industrie untersucht. Per Ende September 2015 verwaltete die Branche laut der Studie „EY Global ETF Survey 2015“ insgesamt 2,8 Billionen US-Dollar in knapp 6.000 verschiedenen ETPs. Für die nächsten 18 Monate rechnen über 90 % der Befragten mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends, ein Drittel erwartet Netto-Zuflüsse von mehr als 20 %. Auf Sicht von drei bis fünf Jahren ist der Optimismus sogar noch größer. Hierfür sprechen unter anderem die grundsätzlich positive makroökonomische Entwicklung, die hohe Nachfrage institutioneller Investoren und das Aufkommen neuer, innovativer Produkte, etwa währungsgesicherter ETFs oder Smart-Beta-Produkte.
Quelle: EY
In Europa sind seit Beginn des Jahren 2015 die von ETPs verwalteten Assets am stärksten gewachsen, wobei ETFs bislang lediglich 4 % des Fondsvolumens ausmachen, so dass weiterhin großes Wachstumspotenzial besteht. Die Region Asien/Pazifik wird von den Anbietern als attraktivste Expansionsregion betrachtet, gefolgt von Japan; auch, weil asiatische ETFs in der vergangenen Dekade im Schnitt ihre Volumina um 30 % im Jahr steigern konnten. 
Quelle: EY
Die Befragten rechnen damit, dass die Anzahl der Anbieter von ETPs weiter wachsen wird, obwohl es unwahrscheinlich ist, dass diese signifikante Marktanteile gewinnen können. Trotz dieser Überzeugung geht die überwiegende Mehrheit davon aus, dass die Management Fees relativ unverändert bleiben werden. Angesichts der Tatsache, dass Produktinnovationen wesentliche Quelle für Publicity und Wachstum sind, werden sowohl bestehende als auch neue Anbieter weiterhin neue Produkte auf den Markt bringen. Wenig überraschend wird dabei die Nachfrage nach der verfolgten Investment-Strategie als wichtigste Voraussetzung für den Erfolg des Produktes angesehen.
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