05.11.2015 | Studie

Solvency II-Start fordert deutsche Versicherer

Für die deutschen Versicherer stellt der Start von Solvency II am 1.1.2016 derzeit die größte Herausforderung dar, zeigt eine aktuelle Studie von AXA Investment Managers. Teilgenommen haben Entscheider aus 56 Versicherungsunternehmen. Als zweite große Herausforderung wird das Niedrigzinsumfeld angegeben, während mehr als die Hälfte die Komplexität des Risikomanagements und die Marktvolatilität nicht als Herausforderung sehen. Die Befragten sind aber mehrheitlich gut auf Solvency II vorbereitet. Drei Viertel der Teilnehmer gehen davon aus, bis zum Einführungstermin alle Vorbereitungen abgeschlossen zu haben. Tendenziell zeigen sich größere Versicherungsunternehmen optimistischer. Den besten Vorbereitungsstand sehen die Versicherer im Bereich der ersten Säule, also der Solvenzkapitalerfordernis.


Quelle: AXA

Insbesondere die Prozesse für internes Risikomanagement und Stress-Tests für Innovationen sind von einem Großteil der Befragten bereits angepasst worden. Nachholbedarf besteht bei Reporting & Offenlegung sowie der Asset Allocation. Hier sind allerdings gegenüber 2012 deutliche Fortschritte erkennbar. Auffällig ist, dass 72 % planen, größere Teile des Asset Managements in externe Hände zu geben, bei kleineren Versicherern ist der Anteil sogar noch höher. Gerade bezüglich Reporting & Offenlegung haben die Befragten hohe Ansprüche an die Asset Manager, die der Umfrage nach unter dem Datenaspekt überwiegend gut auf Solvency II vorbereitet sind. Kritisch dagegen wird die Fähigkeit der Manager beurteilt, die notwendigen Daten auch fristgemäß zu liefern.

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