Wachsende Beliebtheit von Schuldscheinen als Finanzierungsinstrument
Mit 12,1 Mrd. Euro hat das Volumen der Neuemission von Schuldscheindarlehen deutscher Unternehmen 2014 den Wert des Vorjahres um rund 50 % übertroffen, zeigt ein Marktbericht der Ratingagentur Scope. Auch das erste Quartal 2015 zeigt sich mit einem Emissionsvolumen von rund 5 Mrd. Euro sehr solide, so dass für das Gesamtjahr mit einem weiteren Wachstum des Marktes gerechnet wird. Getrieben wird diese Entwicklung durch die Suche der Investoren nach ausreichend hohen Renditen, das regulatorische Umfeld, die Ausweitung der Emittentenbasis insbesondere im Non-Investment-Grade-Bereich sowie die zunehmende Etablierung von Schuldscheindarlehen als Refinanzierungsinstrument. Schuldscheindarlehen weisen bezüglich Emissionsdauer und -kosten, Flexibilität der Konditionen und Dokumentationsanforderungen Vorteile gegenüber klassischen Anleihenemissionen auf. 
Quelle: Scope
Auffällig ist der Unterschied in der Kreditqualität der Emissionen von gerateten und nicht-gerateten Unternehmen: Von den Schuldscheindarlehenemittenten mit Rating weisen gute 70 % eine Bonität im Investment-Grade-Bereich auf. Bei den nicht gerateten Emittenten sind dies gemäß den Einschätzungen der Autoren lediglich 40 %. Dies schlägt sich auch im Median-Rating nieder, welches für die Unternehmen mit offizieller Bonitätseinschätzung BBB beträgt, während es bei den anderen Emittenten indikativ bei BB+ liegt. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren bei der Auswahl ihrer Engagements selektiv vorgehen und die Kreditqualität der Emittenten sorgfältig prüfen.
Weitere Informationen zu diesem wachsenden Segment lesen Sie im aktuellen Absolut|report in dem Beitrag der Bayerischen Landesbank mit dem Titel Schuldscheine als Anlageoption für institutionelle Anleger.