Wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien bei Alternativen Investments
Mercer und LGT Capital Partners haben in einer aktuellen Umfrage unter 97 institutionellen Investoren aus 22 Ländern die Bedeutung von ESG-Kriterien bei der Investition in alternative Anlagen untersucht und kommen zu dem Schluss, dass Dreiviertel der Befragten ESG-Kriterien mit einbeziehen. Desweiteren sind die meisten der Meinung, dass ihre Stakeholder an ESG-konformen Investments interessiert sind. Den Autoren zufolge, wird der Einfluss von ESG-Kriterien zukünftig wachsen. Die Motivation für die Berücksichtigung dieser Kriterien wird maßgeblich durch zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen erwarten 57 % der Befragten, dass ESG-konforme Investments einen positiven Einfluss auf die risikoadjustierte Rendite haben werden, während nur 9 % von negativen Auswirkungen ausgehen. Zum anderen denken zwei Drittel, dass die Beachtung der ESG-Kriterien einen zentralen Bestandteil des Reputationsrisikomanagements darstellt. 
Quelle: Mercer, LGT Capital Partners
Der Einfluss der ESG-Kriterien bei der Auswahl eines Asset Managers ist von der Asset-Klasse abhängig. So haben die Kriterien im Private-Equity-Bereich, bei Infrastruktur sowie bei Immobilien einen signifikanten Einfluss, während sie bei Hedgefonds eine eher untergeordnete Rolle spielen. Dennoch geben zwei Drittel an, die Kriterien im Hedgefonds-Bereich zumindest in geringem Maße zu berücksichtigen. Im Allgemeinen sind die meisten institutionellen Investoren der Meinung, dass es noch zu wenige Asset Manager gibt, die ESG-Kriterien bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen. 
Quelle: Mercer, LGT Capital Partners
Besonderen Wert legten die Befragten bei den einzelnen Kriterien auf den Umwelt-, Governance- und sozialen Bereich. Ethische Kriterien wie Alkohol oder Tabak waren bei den meisten weniger relevant. Mehr als die Hälfte der Befragten, die bisher keine ESG-Kriterien berücksichtigen, gaben an, dass die Integration dieser Kriterien anhand von Best-Practice-Beispielen vereinfacht werden könnte.