ESG-Richtlinien als Wertgenerierungsstrategie bei Private Equity Fonds
Aus einer aktuellen Umfrage der London Business School unter 42 Private-Equity-Firmen geht hervor, dass ESG-Kriterien in diesem Bereich an Bedeutung gewinnen. ESG-Kriterien werden von Private-Equity-Firmen zur Risikominderung, aber auch als gezielte Wertsteigerungsstrategie eingesetzt. Besonders bei großen Firmen, mit Assets under Management von über 10 Mrd. US-Dollar, werden ESG-Kriterien gezielt als Strategie eingesetzt, da dort der Druck der Investoren sehr hoch ist. Im Allgemeinen wurde festgestellt, dass ESG-Kriterien vor allem von der Investorenseite nachgefragt werden, obwohl die Autoren zukünftig erhöhten Druck von Regierungen, Regulatoren und der eigenen Peer Group der Fonds erwarten. 
Quelle: London Business School
Zwischen den Befragten besteht große Heterogenität bei der Einführung und der Anwendung von ESG-Richtlinien. Dies wird den Autoren zufolge zu einer größeren Vielfalt beim strategischen Einsatz von ESG-Richtlinien führen. Es gibt jedoch auch Hindernisse beim Einsatz der Richtlinien. Die Hauptbarrieren bestehen im Sammeln und Verstehen von ESG-Daten und im Vergleich dieser Daten, bezüglich verschiedener Investments, Industrien und Regionen. 
Quelle: London Business School
In den meisten Fällen wird die Integration von ESG-Kriterien von der höchsten Hierarchieebene initiiert und findet vorwiegend in der Investment- oder der Ownership-Phase statt. ESG-Kriterien werden also in den meisten Fällen nicht zum Window-Dressing kurz vor dem Verkauf genutzt, sondern strategisch als Risikomanagementtool und gezielt zur Wertsteigerung eingesetzt.