03.05.2010 | Research

Vorteile von Tail Risk Hedging

Die Finanzkrise hat einmal mehr die Existenz und Bedeutung von Extremrisiken, den sog. Tail Risks in Bewusstsein der Investoren gebracht. Eine Absicherung gegen Tail Risks ist mit Kosten verbunden, deren Verhältnismäßigkeit aufgrund der schwierigen Quantifizierbarkeit dieser Risiken oft nicht klar zu ermitteln ist. Ein aktuelles Arbeitspapier von Pimco untersucht die Eigenschaften von Tail Risk Hedging. Die Absicherung von Tail Risks verändere die Renditeverteilung positiv, also auch den "Shadow Value" des Hedging-Programms, so die Meinung der Autoren.


Quelle: Bhansali, Davis (2010)

Sie verwenden als Beispiel einen Investor, für den ein Investment in Aktien und Anleihen im Verhältnis 60/40 nutzenoptimal ist. Das Tail Risk Hedging dieses Portfolios würde zu einem geringeren Nutzen führen. Alternativ könnte er jedoch ein 70/30-Portfolio umsetzen und hedgen. In diesem Fall könnte der Investor mehr Risikoprämien aus dem Aktieninvestment verdienen, bei gleichem Risiko. Tail Risk Hedging beinhalte somit einen impliziten Wert für den Investor, den es mit dem Marktwert zu vergleichen gilt.


Quelle: Bhansali, Davis (2010)

Bei Hedging unter Verwendung einer Verkaufsoption (Protective Put) ermitteln die Autoren für das gehedgte Portfolio eine höhere erwartete Rendite und eine höhere Volatilität. Allerdings sei die Downside Volatilität durch den Hedge deutlich geringer, die höhere Volatilität also durch das Upside-Potential verursacht. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Arbeit auf Basis recht vereinfachter Annahmen interessante Anstöße gibt.


Quelle: Bhansali, Davis (2010)

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