29.04.2010 | Research

Performance von Mikrofinanzinstituten

Mikrofinanzinstitute konnten trotz der schlechten globalen Wirtschaftslage 2009 gute Ergebnisse erzielen, stellt die aktuelle "Microfinance Global Valuation Survey 2010" von JP Morgan fest. Zwar waren die Bedingungen in 2009 schwierig, dies sei jedoch kaum auf die Finanzkrise zurückzuführen und die Institute würden weiterhin hohe Bewertungen aufweisen. Der Report analysiert sowohl Private-Equity-Transaktionen, als auch die Aktien-Performance von MFIs (Microfinance Institutions).


Quelle: JP Morgan

Der Median in Verzug geratener Kredite stieg in den ersten fünf Monaten 2009 von 2,2 % auf 4,7 % an. Dies führte zu einem Rückgang der Eigenkapitalrendite von 18 % Ende 2008 auf 6 %. Seit Juni 2009 seien die Verzugsraten jedoch stetig gesunken und betragen nun 4 %, während die Eigenkapitalrendite sich bei 10 % befinde. Gleichzeitig wiesen die MFIs mit durchschnittlich 18 % bis 20 % hohe Eigenkapitalreserven aus. Die Performance der Kredite war regional sehr unterschiedlich. Während Zentralamerika, Osteuropa und Zentralasien signifikant von der Krise getroffen wurden, zeigten sich auf viele Regionen in Südamerika und Südasien keine Auswirkungen. In Nicaragua, Bosnien-Herzegowina und Marokko kam es hingegen unabhängig von der Finanzkrise zu Ausfällen.

2009 flossen bei mehr als 30 Private-Equity-Transaktionen 185,9 Mio. US-Dollar  in MFI's. Die Price-to-Earnings- und Price-to-Book-Verhältnisse sind weltweit gestiegen, sowohl im Private-Equity-, als auch im Public-Equity-Bereich. Ausgewählte Lower-Income Financial Institutions (LIFIs), die im Gegensatz zu MFIs öffentlich handelbar sind, haben gegenüber Banken der Schwellenländer im letzten Jahr durchschnittlich 79 % besser abgeschnitten. Größte Werttreiber seien Alter, Einkommenswachstum und Kreditqualität. Allerdings merken die Analysten an, dass manche Institute überbewertet seien, da die Erwartungen an künftige Einnahmen zu hoch seien.


Quelle: JP Morgan

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