Alternative-Investments-Studie zeigt geändertes Investoren-Verhalten
2009 war für die Hedgefonds-Industrie ein sehr erfolgreiches Jahr und Investoren sind - ihre Investments betreffend - zuversichtlich für die Zukunft, stellt die aktuelle "2010 Alternative Investments Survey" von der Deutschen Bank fest. Für die jährlich erscheinende, 102 Seiten umfassende Studie wurden mehr als 600 institutionelle Investoren weltweit zu ihren Hedgefonds-Investments, Meinungen und Planungen für die Zukunft befragt. Treiber der hervorragenden Ergebnisse 2009 seien direktionale Exposures in steigenden Märkten, die Wertgewinne illiquider Assets und das Ausnutzen von Marktineffizienzen gewesen.
Quelle: Deutsche Bank
Investoren bevorzugen Hedgefonds vor allem wegen ihrer risikoadjustierten Renditen, wie 68 % der Studienteilnehmer angaben. Reduzierte Volatilität und geringeres Downside-Risiko werden besonders geschätzt. 73 % erwarten im Jahr 2010 Nettomittelzuflüsse von mehr als 100 Mrd. US-Dollar, wodurch die Assets under Management der Branche auf rund 1,7 Billionen US-Dollar anwachsen würden. Auch ihre Investments betreffend sind die Investoren sehr zuversichtlich, 99 % gehen von einer positiven Performance bis Jahresende aus, 45 % sehen Renditen zwischen 10 % und 15 %. Besonders gefragt sind derzeit Equity-Strategien, allen voran Equity Long/Short, gefolgt von Emerging Markets und Event Driven.
Quelle: Deutsche Bank
Bei den aktuellen Einschätzungen der Investoren zeigen sich die Lehren aus der Finanzkrise. Side Pockets und das Einfrieren von Assets sind für 80 % der Investoren ein Grund, nicht mehr in den gleichen Manager zu investieren. Damit liegen diese Kriterien deutlich über schlechter Performance, die nur 20 % als Kündigungsgrund angaben. Außerdem werden Due Diligence und Risikomanagement nun intensiver und oft mit Hilfe Dritter betrieben. UCITS-III Hedgefonds und Managed Accounts spielen im laufenden Jahr eine wichtige Rolle, 34 % bzw. 26 % der Investoren planen hier Investments in den nächsten 12 Monaten. 67 % gaben jedoch an, Offshore-Fonds gegenüber UCITS-Fonds zu bevorzugen.
Quelle: Deutsche Bank