07.08.2008 | Studie

Vorteile von ETFs bleiben von institutionellen Anlegern ungenutzt

Exchange Traded Funds (ETFs) sind mittlerweile weit verbreitet und auch bei institutionellen Anlegern aufgrund ihrer Vorteile beliebt. Allerdings nutzt erst ein geringer Teil der institutionellen Anleger die positiven Eigenschaften von ETFs. Zu diesem Ergebnis kommt die Edhec European ETF Survey vom Juni 2008. In der Umfrage wurden 111 europäische institutionelle Anleger zu ihren ETF- Engagements befragt.

78% aller befragten Institutionen nutzen ETFs auf große Marktindizes für die Bildung ihrer Aktienportfolios;  Davon nutzen jedoch nur 19% ETFs auf Subindizes. Style Investing mit ETFs zur Bildung optimaler Portfolios wird also kaum betrieben. Hingegen nutzen 54% der Anleger ETFs für Satellitenstrategien. Dies überrascht insofern, da als Satelliten bisher überwiegend aktiv gemanagte Produkte verwendet wurden. Eine Erklärung für die Nutzung von ETFs wäre, dass nach Ansicht der Anleger die Überrenditen von Satellitenstrategien überwiegend aus Beta-Quellen und nicht von Alpha-Managern stammen. Die Verwendung für ETFs auf alternative Anlageklassen wie Hedgefonds, Rohstoffe und Immobilien hat zugenommen und liegt nun zwischen 30% und 50%.

Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, lassen sie sich prinzipiell für die gleichen Handelsmechanismen einsetzen. Trotzdem verwenden nur 13% der Institutionen ETFs für Optionshandel, Short Selling oder Ausleihe. Viele gaben jedoch an, ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet kurzfristig auszuweiten. Daher ist in den drei genannten Bereichen Wachstum zu erwarten.

Gegenüber anderen Indexprodukten schneiden ETFs gut ab. Im Vergleich zu Indexfonds, Futures und Total Return Swaps heben die Befragten Kosten, Transparenz und Liquidität von ETFs hervor. Allgemein steigt die Nachfrage nach Indexprodukten. So planen für alle vier Produktkategorien mehr Institutionen eine Ausweitung des Engagements als eine Verringerung.

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