07.08.2008 | Studie

Deutschland wird für Wagniskapitalgeber immer interessanter

In ihrer jährlich erscheinenden Studie über Trends der weltweiten Venture Capital Industrie beleuchten die Autoren von Deloitte diesmal die sechs Sektoren Telekommunikation, Halbleitertechnik, Software, Biopharmazeutika, Medizintechnik und alternative Energien. Dazu befragten sie weltweit etwa 400 Entscheider aus der VC-Industrie. Diese gaben im Rahmen der Studie unter anderem eine Einschätzung über die Technologieführerschaft in der jeweiligen Branche.  

Der Markt wird demnach weiterhin von den USA dominiert. Die Autoren sehen aber Tendenzen einer zunehmenden "Globalisierung" der Venture-Capital-Branche. Deutschland erreichte im Bereich der Umweltwissenschaften/ Alternativen Energien Rang zwei hinter den USA. Auch im Bereich Medizintechnik wurde Deutschland von 33 Prozent der Kapitalgeber auf Platz zwei genannt und profitiert hier insbesondere vom hohen Innovationsgrad erstklassiger Medizinforschungsinstitute sowie den zahlreich verfügbaren erfahrenen Fachkräften. Überdies erreichte Deutschland mit 12 Prozent der Zweitstimmen im Bereich Biopharmazeutika den dritten Platz.
Im IT-Sektor machten vor allem asiatische Länder auf sich aufmerksam. Indien belegt beispielsweise im Softwaresektor den zweiten Platz hinter den USA.

Damit ein Land für VC-Geber attraktiv ist, reichen Top-Unternehmen nicht aus. Den Autoren zufolge kommt es auf das Gesamtumfeld an. Daher seien auch stabile politische Rahmenbedingungen, ein System der Steuer- und Rechtssicherheit und vorhandene Fachkräfte Voraussetzung für die Bereitstellung von Wagniskapital.

Der Studie zufolge gewinnt die Finanzierung über Wagniskapital in diesen Bereichen gerade für deutsche Unternehmen zunehmend an Bedeutung und treibt somit Innovationen und das Wachstum an. Allerdings, so die Autoren, muss Deutschland daran arbeiten ein freundlicheres Umfeld für Wagniskapitalgeber zu schaffen, wenn aus Technologieführern auch erfolgreiche Unternehmen werden sollen.

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