Volumen von OTC-Derivaten sinkt
Der Bruttomarktwert der OTC-Derivate weltweit ist Ende Juni 2017 auf unter 13 Billionen US-Dollar gefallen, was den tiefsten Wert seit 2007 darstellt, zeigt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Der Bruttomarktwert misst die Wiederbeschaffungswerte der Derivate zu Marktpreisen. Damit ist das potenzielle Marktrisiko der Derivategeschäfte gesunken.
Eine andere Entwicklung zeigt der hinsichtlich Markt- und Gegenparteirisiken weniger aussagekräftige Nominalwert der Derivate: Dieser hat seit Ende 2016 von 482 auf 542 Billionen US-Dollar deutlich zugenommen. Wesentliche Ursache hierfür ist der Anstieg der kurzfristigen Zinskontrakte, was auf eine verstärkte Positionierung bzw. Absicherung am kurzen Ende der Zinskurve zurückzuführen ist. Möglicher Grund sind veränderte Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik. Nach Bruttomarktwert hat das Volumen der Zinsderivate hingegen abgenommen. Im Bereich der FX-Derivate ist ein Anstieg der Nominalwerte auf 77 Billionen US-Dollar zu verzeichnen. 
Quelle: BIS
Die Rolle zentraler Clearingstellen nimmt im OTC-Bereich zu. Dies wird am Beispiel des CDS-Marktes deutlich: Mittlerweile werden 51 % der CDS-Kontrakte über zentrale Clearingstellen abgewickelt, eine Zunahme von 7 Prozentpunkten seit Ende 2016. Bei Zinsderivaten gab es hingegen keine größeren Veränderungen.
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