Versicherungen sind größter Infrastrukturinvestor in Deutschland
Preqin hat im Juni zwei Marktberichte zu Infrastrukturinvestitionen weltweit und mit Fokus auf deutsche institutionelle Investoren veröffentlicht. Das Investitionsvolumen der 100 größten Infrastrukturinvestoren weltweit beträgt demnach 242 Mrd. US-Dollar. Die meisten dieser Investoren stammen aus Australien, gefolgt von Kanada, den USA und Großbritannien. Der Infrastrukturmarkt in Deutschland ist dagegen immer noch vergleichsweise klein. 18 Fonds konnten ihr Fundraising in Deutschland seit 2010 abschließen. Während 2013 sechs Fonds mit einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro geschlossen wurden, lag das Fundraising 2014 bei 3 Fonds mit einem Volumen von insgesamt 700 Mio. Euro auf dem Niveau von 2012. 
Quelle: Preqin
Die Anzahl der Transaktionen in Deutschland lag im letzten Jahr bei 27 und damit unter dem Niveau der Vorjahre. Das Deal-Volumen zeigt dagegen einen Aufwärtstrend. Dabei machen erneuerbare Energien seit 2012 mehr als die Hälfte der Transaktionen im deutschen Infrastrukturbereich aus. Versorgung und Transport sind ebenfalls wichtige Bereiche, kommen jedoch zusammen nur auf etwa ein Fünftel der Transaktionen. 85 % der deutschen Investoren bevorzugen dabei ein Investment über ungelistete Fonds, 42 % investieren direkt in Projekte. Gelistete Anlageformen werden kaum nachgefragt.
Quelle: Preqin
In Deutschland stellen Versicherungen mit einem Viertel den größten Anteil unter den Investoren dar, gefolgt von Asset Managern und privaten Pensionsfonds. Auf globlaer Ebene dominieren dagegen öffentliche Investoren wie Staats- und Pensionsfonds.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Infrastruktur jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.