Anlagebereitschaft deutscher Stiftungen für Impact Investing
Stefan Eckert und Henry Schäfer von der Uni Stuttgart haben im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Einstellungen von Investoren zu wirkungsorientierten Anlagen (Social Impact Investing) untersucht. Die Umfrage wurde unter insgesamt 50 deutschen Stiftungen, Family Offices und vermögenden Einzelpersonen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass nur wenige der Befragten bisher in diesem Bereich aktiv sind. Grundsätzlich wären Stiftungen demnach aber bereit ihren Anteil in wirkungsorientierten Investments zu erhöhen, jedoch begrenzt die Auswahl an geeigneten Anlageprodukten ein breiteres Engagement. Bei den vorhandenen Möglichkeiten mangelt es häufig an Exit-Strategien oder der Transparenz, geben viele Befragte an. Des Weiteren äußerten viele Stiftungen rechtliche Bedenken, da große Unsicherheit darüber besteht, ob wirkungsorientierte Investments mit dem Kapitalerhaltsgebot vereinbar sind. Trotz der Hemmnisse sieht sich der Großteil der Stiftungen jedoch in einer Vorreiterrolle, um die Entwicklung dieses Marktsegments zu fördern.
Quelle: Bertelsmann Stiftung
Die Befragten gaben außerdem an, dass bei wirkungsorientierten Investments vor allem die Verständlichkeit, die Fassbarkeit und die eigene Mitwirkung zentrale Punkte und Hemmnisse bei der Anlageentscheidung sind. Anonyme Investments, wie etwa über Private-Equity-Strukturen werden der Studie zufolge eher als uninteressant eingestuft. Ein Benchmarkingmechanismus, um die Vergleichbarkeit mit anderen Investments zu erhöhen, wird von den Befragten ebenfalls als eher unwichtig bezeichnet. 
Quelle: Bertelsmann Stiftung
Generell werden soziale Aktionsfelder, wie beispielsweise Bildung oder Kinder- und Jugendhilfe, als eher ungeeignet für wirkungsorientierte Anlagen angesehen, da sinnvolle Beteiligungsmöglichkeiten fehlen oder die erwartete Rendite zu gering ist. Ökologische Investments sind den Investoren zufolge gut implementierbar, vor allem auch weil es gesetzliche Rahmenbedingungen, wie das EEG gibt.
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