25.07.2013 | Studie

Versicherer planen verstärkt Investitionen in Schwellenländern

Europäische Versicherer beabsichtigen ihre Allokation in Schwellenländeranleihen, Infrastruktur und Immobilien auf bis zu 10 % des Portfolios zu erhöhen, um die Folgen des Niedrigzinsumfelds besser zu bewältigen, stellt eine Ende Mai von Axa und der Boston Consulting Group (BCG) veröffentlichte Umfrage fest. Gleichzeitig steht die Optimierung des Risikomanagements im Fokus vieler Umfrageteilnehmer. Um Zinsrisiko und Bilanzvolatilität effektiver zu kontrollieren, setzen Versicherer zunehmend Derivate und natürliche Absicherungstechniken ein. Die Autoren der Studie appellieren zudem an eine Überarbeitung der Governance-Strukturen, wodurch die Arbeit des Anlage- und Risikovorstandes auch auf täglicher Basis enger miteinander verknüpft werden kann.


Quelle: Boston Consulting Group, Axa

Beim Ausbau ihrer Satellite-Portfolios greifen vor allem kleine und mittelgroße Versicherer auf die Expertise von externen Asset Managern zurück. Insbesondere in due-diligence-intensiven Asset-Klassen wie High Yield, Infrastruktur oder Loans suchen über zwei Drittel der Befragten nach externem Know-how. Bei der Managerselektion spielen demnach Erfahrung in versicherungstypischen Themen, wie Reporting oder ALM, sowie der Track Record die größte Rolle.


Quelle: Boston Consulting Group, Axa

Als größtes Risiko neben dem niedrigen Zinsniveau (68 %) sehen 58 % der Befragten neue Regulierungsvorschriften, gefolgt von einem wachsenden Umfang des Risikomanagements mit 47 % der Nennungen. An der European Insurance CIO Study haben 28 Institute teilgenommen.

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