12.05.2014 | Studie

Venture Philanthropy auf dem Vormarsch

Venture Philanthropy, also die Unterstützung von Wohlfahrts- und Non-Profit-Organisationen über die Gewährung finanzieller und nicht-monetärer Hilfen, setzt seinen Wachstumspfad fort, zeigt eine Studie von EVPA, der Europäischen Venture Philanthropy Association. Hierzu wurden 75 Venture-Philanthropy-Organisationen befragt, deren Aufgabe es ist, zivilgesellschaftliche Organisationen mit sozialem Hintergrund zu stärken, so dass deren Einfluss steigt. Bei diesen Investments in Wohlfahrtsorganisationen wird nicht notwendigerweise eine positive finanzielle Rendite erwartet. Je ein Drittel der befragten Institutionen erwartet für ihre Investments entweder gar keine Rendite oder aber sogar eine negative. Dominierend sind, wie auch im Vorjahr, vor allem kleine Organisationen mit einem Budget von weniger als 2,5 Mio. Euro.


Quelle: EVPA

Im Fokus der Unterstützung stehen Organisationen, die sich in den Bereichen finanzielle Inklusion (17 %), Bildung (15 %), Umwelt (14 %) sowie Forschung und Gesundheit (je 13 %) engagieren. Befragt nach den Zielgruppen, wird angegeben, dass vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützt wird, wobei hauptsächlich Gesellschaften gefördert werden, die sich national oder international ausrichten, während regionale oder lokale Projekte weniger bedeutend sind. Mit rund der Hälfte aller Mittel fließt das meiste Geld in Organisationen in Europa, gefolgt von Afrika mit gut einem Viertel.


Quelle: EVPA

Im Schnitt wurden je Venture-Philanthropy-Organisation 6,2 Mio. Euro aufgewendet, ein Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Alle betrachteten Gesellschaften haben damit seit Beginn ihrer Engagements zusammen 2,5 Mrd. Euro eingesetzt, sowohl monetär als auch nicht-monetär, um zivilgesellschaftliche Organisationen zu unterstützen. Die Summe an nicht-monetärer Unterstützung zeigt dagegen einen klaren Trend nach unten, was jedoch auch in der schwierigen Quantifizierbarkeit dieser Hilfen begründet liegen kann. Trotz eines mehrheitlich längerfristig ausgelegten Ansatzes hat der Anteil kurzfristiger Investments von weniger als zwei Jahren mit 23 % stark zugenommen (+ 14 Prozentpunkte).

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