Value und Momentum für die taktische Multi-Asset Allocation
Ein aktuelles Diskussionspapier der Universität Georgetown untersucht den Einfluss relativ simpler Value- und Momentum-Anwendungen für die taktische Asset Allocation. Der Autor verwendet für die Analyse Indizes auf Aktien, Anleihen, High Yield, TIPS, Geldmarkt, Rohstoffe und Immobilien. Der Ansatz adjustiert die Portfoliogewichte zuerst nach einem Momentum-Score, dann optional anhand eines Trendfolge-Modells, z.B. Faber (2009), und zuletzt nach dem Z-Score für den Value-Faktor.
Quelle: Wang (2010)
Die Arbeit zeigt, dass bereits einfache Value- und Momentum-Ansätze die risikoadjustierten Ergebnisse deutlich verbessern können. Die Trendfolge-Komponente sorgt zudem für bessere Ergebnisse in den langfristigen Untersuchungszeiträumen, da sie positiv auf den Kapitalerhalt wirkt. Anschließend wird die Analyse mit ETFs wiederholt und mit den Anlageergebnissen von U.S.-Stiftungen verglichen, wo der Ansatz ebenfalls gut abschneidet, indem auf Renditeebene eine Outperformance erzielt wird.
Quelle: Wang (2010)
Der Autor verweist zuletzt auf die Notwendigkeit, Liquidität, Transaktionskosten und Steuern in das Modell zu implementieren. Dennoch zeigt er erfolgreich, wie bereits durch relativ einfache taktische Ansätze die Ergebnisse einer Multi-Asset-Allocation verbessert werden können.