US-Stiftungen erzielen zweistellige Renditen
Colleges und Universitäten sowie ihre angeschlossenen Stiftungen erzielten im Fiskaljahr 2010 (Juli 2009 - Juni 2010) eine durchschnittliche Rendite von 11,9 %. Dies berichtet die aktuelle "Nacubo-Commonfund Study of Endowments", die jährlich die Asset Allocation und Renditen von 850 derartigen US-Einrichtungen analysiert. Nachdem im vergangenen Jahr die durchschnittliche Rendite -18,7 % betrug, verbesserten sich damit die Ergebnisse im Zuge der Erholung an den Kapitalmärkten deutlich.
Die Stiftungen der beiden Top-Universitäten Yale und Harvard erreichten im Berichtszeitraum Renditen von 8,9 % bzw. 11 %, wie Absolut Research bereits in der "Performance-Analyse der Harvard- und Yale-Stiftung 2009/2010 - Update Oktober 2010" berichtete. Damit lagen die, für ihre Asset Allocation bekannten und oft zitierten, Stiftungen unterhalb der Durchschnittsrendite und unterhalb der Durchschnittsrendite ihrer Peergroup. Stiftungen mit mehr als einer Mrd. US-Dollar Vermögen erzielten 12,2 %.
Langfristig sprechen die Ergebnisse jedoch deutlich für den Multi-Asset-Ansatz von Yale und Harvard. Die jährliche Rendite der letzten zehn Jahre lag im Durchschnitt bei 3,4 %, in der Peergroup bei 5,0 %. Yale hingegen erzielte im gleichen Zeitraum jährlich 8,9 % und Harvard 7,0 %.
Quelle: Commonfund
Daher übernehmen immer mehr Stiftungen in den USA den Multi-Asset-Ansatz, unter Verwendung von ca. 50 % Alternative Investments. Die durchschnittliche Asset Allocation weist derzeit 31 % Aktien, 12 % festverzinsliche Wertpapiere und 52 % Alternative Investments sowie 5 % Geldmarktinvestments auf.
Den größten Beitrag zur Performance leisteten US-Aktien, mit denen durchschnittliche Renditen von 15,6 % erzielt wurden. Alternative Strategien erreichten im Durchschnitt 7,5 %, wobei je nach Strategie und Asset-Klasse die Spannbreite sehr weit lag, mit +24,6 % für Distressed Debt und -15,6 % für Private Equity Real Estate.
Quelle: Commonfund