03.05.2011 | Research

Korrelationen von Commodity Futures und Aktien

Eine Ende Januar erschienene Research-Publikation der University of Durham und der Federal Reserve Bank of St. Louis stellt ein Gleichgewichtsmodell zur Untersuchung der Korrelationen von Commodity Futures und Aktien vor. Seit dem Jahr 2000 haben institutionelle Investoren verstärkt in Commodity Futures investiert. Grund waren die niedrigen Korrelationen zu Aktien und Anleihen, mit denen sich Konjunktur- und Inflationsrisiken hedgen ließen. Einige Arbeiten wie die von Tang und Xioing (2010) zeigen allerdings eine zunehmende Korrelation zwischen den Asset-Klassen und auch zwischen den einzelnen Rohstoffen, die in den bekannten Rohstoffindizes enthalten sind.
Die Autoren wollen anhand eines einfachen Modells untersuchen, ob in einem Marktgleichgewicht niedrige bzw. negative Korrelationen ein grundsätzlich mögliches Ergebnis sind. Für ihre Analyse verwenden sie ein Lucas-Zwei-Länder-Asset-Pricing-Modell.


Quelle: Basu, Gavin (2011)

Als Ergebnis wird festgestellt, dass die Korrelationen in erster Linie von Fundamentalfaktoren abhängen, welche die Preise für Rohstoffe und Aktien treiben. Gemeinsame Faktoren beeinflussen die Kovarianzen und damit die Korrelationen. Die Identifikation gemeinsamer Treiber sei daher elementar für die Bewertung der Portfolioeigenschaften von Commodity Futures. Allein aufgrund der Daten bestimmter Zeiträume sollten keine Entscheidungen getroffen werden.

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