04.04.2013 | Märkte

Unternehmen emittieren Rekordvolumen an Schuldtiteln

Angesichts des Booms auf dem europäischen Markt für Unternehmensanleihen hat Deutsche Bank Research Mitte März die Struktur und Trends der Primärmarktentwicklung untersucht. Im Spannungsfeld von Bankenregulierung und renditesuchenden Investoren haben sich Unternehmensanleihen zu einer ernsthaften Alternative zu Bankkrediten entwickelt, schreiben die Autoren. So erreichte das Nettoemissionsvolumen im September 2012 das höchste Niveau seit 10 Jahren. In der differenzierten Betrachtung zeigen sich allerdings regionale Unterschiede. In den Kernländern erreichte das Emissionsvolumen 2009 seinen Höhepunkt und ist seitdem rückläufig, erholte sich 2012 aber spürbar. In Italien und Spanien dagegen wurden 2012 nach schwankender Entwicklung neue Höchststände erreicht.


Quelle: Deutsche Bank Research

Insbesondere Hochzinsanleihen standen in der Gunst der Anleger. Nie zuvor wurde ein derart hohes Emissionsvolumen erreicht wie in 2012. Auch der Anteil von High Yield Bonds am Gesamtmarkt stieg in 2012, während die Renditen in allen Marktsegmenten sanken. Die Gefahr der Überhitzung sieht der Report aber nicht unmittelbar gegeben. Die Jagd nach höheren Renditen könnte allerdings das Risiko einer Blasenbildung steigen lassen.


Quelle: Deutsche Bank Research

Eine kurze Sensitivitätsanalyse zeigt, dass Anleiheinvestoren, die zum Marktwert bilanzieren, im Falle eine Zinsanstiegs mit Verlusten zwischen 3% und 13 % zu rechnen hätten. Eine AA-Anleihe würde bei vollständiger Zinserholung rund 13 % an Wert verlieren, eine BBB-Anleihe knapp 9 %.

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