04.04.2013 | Research

Derivate in der Asset Allocation von Pensionsfonds

Drei Autoren der Universität Amsterdam untersuchen in einem Anfang März veröffentlichten Forschungspapier, wie sich die Berücksichtigung von Derivaten in der Asset Allokation von Pensionsfonds auswirken kann. Als Investor mit besonders langem Anlagehorizont sind Pensionsfonds in der Lage von Risikoprämien aus sprunghaften Kursänderungen und hoher Volatilität zu profitieren. Mit dem Hinzunehmen von Varianzswaps oder Optionen kann das Rendite-Risiko-Profil unter bestimmten Umständen verbessert werden, zeigen Jiajia Cui, Bart Oldenkamp und Michel Vellekoop. Sie betonen, dass bereits geringe Allokationen in Derivate einen signifikant positiven Einfluss auf die Portfolio-Performance haben können.


Quelle: Cui, Oldenkamp, Vellekoop (2013)

Das optimale Portfolio hält eine Long-Position im Aktien- und Rentenmarkt und gleichzeitig eine Short-Position in Varianzswaps, belegt das Modell der Autoren. Über das variable Leg des Varianzswaps wird ein Payoff generiert, wenn die durchschnittliche Varianz einen bestimmten Wert am Ende der Laufzeit überschritten hat. Darüber hinaus setzt das optimale Portfolio eine sogenannte Collar-Strategie um, in der ein Out-of-the-money Put gekauft und gleichzeitig ein Out-of-the-money Call verkauft wird.

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