Trends und Emissionen von Stablecoins
Stablecoins könnten sich von einem Nischeninstrument für den Kryptohandel zu einer relevanten Finanzinfrastruktur entwickeln, zeigt eine Analyse des Citi Institutes: Bis zum Jahr 2030 wird ein Emissionsvolumen von rund 1,9 Bio. US-Dollar prognostiziert, was die Autoren in einem optimistischen Szenario sogar auf bis zu 4,0 Bio. US-Dollar erhöhen. Die Analyse ordnet Stablecoins in einen breiteren Transformationsprozess des Geld- und Zahlungssystems ein.
Treiber des Wachstums sind vor allem drei Faktoren: Fortgesetzte Expansion des krypto-nativen Ökosystems, zunehmende Nutzung durch digital affine Unternehmen im E-Commerce sowie internationale Nachfrage nach einem einfachen, digitalen Zugang zu US-Dollar-Liquidität. Stablecoins werden dabei weniger als Ersatz, sondern als Ergänzung bestehender Zahlungsinfrastrukturen verstanden, insbesondere im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Quelle: Citi Institute
Zugleich wird betont, dass sich ein vielfältiges Ökosystem unterschiedlicher Formen von On-Chain-Geld herausbildet. Neben Stablecoins gewinnen tokenisierte Bankeinlagen, sogenannte Bank Tokens, an Bedeutung. Diese könnten aufgrund regulatorischer Einbettung, bestehender Vertrauensstrukturen und einfacher Integration in Unternehmensprozesse für viele institutionelle Nutzer attraktiver sein als öffentlich gehandelte Stablecoins. Die Autoren gehen davon aus, dass die Transaktionsvolumina von Bank Tokens bis 2030 sogar höher ausfallen könnten als jene von Stablecoins.
Regulatorische Fortschritte gelten als entscheidender Katalysator. In den USA, der Europäischen Union und ausgewählten asiatischen Finanzzentren schaffen neue Regelwerke mehr Klarheit und senken Eintrittsbarrieren für institutionelle Akteure. Parallel dazu investieren Zahlungsnetzwerke, Banken und Technologieanbieter in neue Blockchain-Infrastrukturen mit Fokus auf Skalierbarkeit, Interoperabilität und regulatorischen Anforderungen.

Quelle: Citi Institute
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Stablecoins langfristig ein fester Bestandteil eines hybriden Finanzsystems werden dürften, in dem traditionelle Banken, neue digitale Geldformen und bestehende Zahlungssysteme nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen.
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